Mein Senf zu: Stimme des Herzens (Ghibli)

Sei gegrüßt.

Seit letzter Woche habe ich einen neuen Lieblings-Ghibli-Film. Bis dahin kannte ich den Film noch gar nicht, aber da Netflix nach und nach die Filme ins Programm aufnimmt, kann ich da mal meine Bildungslücken schließen. Und eine Ghibli-Box wollte ich mir nun auch endlich gönnen, aber leider hat das noch nicht geklappt…
Jedenfalls war „Stimme des Herzens – Whisper of the Heart“ für mich neu, dafür begeisterte er mich nachhaltig. Ich habe ihn auch nur vielleicht zwei Mal in zwei Tagen geschaut…

Allgemeine Infos

HandlungDatenBesetzung
Shizuku ist vierzehn und ein richtiger Bücherwurm. Eines Tages fällt ihr auf, dass ein gewisser Seiji Amasawa beinahe jedes Buch, das sie in der Bücherei ausleiht, bereits vor ihr ausgeliehen hatte. Sie beginnt sich Gedanken über ihren scheinbaren Seelenverwandten zu machen. Als sie ihn schließlich findet, sieht sie sich mit den großen Fragen nach der Zukunft und dem Erwachsen werden konfrontiert.

Originaltitel 耳をすませばMimi o Sumase ba 
Produktionsland Japan
Erscheinungsjahr 1995
Spieldauer 111 Minuten
FSK 0
Regie Yoshifumi Kondō
Drehbuch Hayao Miyazaki
Studio Studio Ghibli
Figur Synchronsprecher (Japanisch) Synchronsprecher (Deutsch)
Shizuku Tsukishima Yōko Honna Gabrielle Pietermann
Seiji Amasawa Kazuo Takahashi Max Felder
Shirō Nishi Keiju Kobayashi Erich Ludwig
Shiho Tsukishima Yorie Yamashita Maren Rainer
Asako Tsukishima Shigeru Muroi Claudia Lössl
Seiya Tsukishima Takashi Tachibana Gerd Meyer

Es gibt noch weitere Figuren/Synchronsprecher.

Trailer

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Mein Senf

Bei „Stimme des Herzens“ handelt es sich um einen der realistischen Ghibli-Filme, die ich bisher sträflich vernachlässigt hatte. Realistisch soll heißen, dass es keine Fantasy-Story mit Magie etc. ist. Nur wenige Szenen im Film gleiten ins Fantastische ab – und auch dann geht es um eine Geschichte, die Shizuku schreibt.

Atmosphärisch, realitätsnah und einfühlsam, ja fast schon poetisch, erzählt der Film die Geschichte der jungen Shizuku, die ihren eigenen Weg finden muss. Als klassischer Vertreter des Coming-Of-Age-Genres, spielen Fragen nach der Zukunft und dem Erwachsen werden eine große Rolle.
Mir gefällt besonders, wie nachvollziehbar und „echt“ die Figuren in diesen Bereichen handeln und fühlen.

Erwähnenswert ist durchaus auch, dass der Hauptsong des Soundtracks „Country Roads“ ist. Ungewöhnlich für einen japansichen Film, aber es gibt sogar einen japanischen Text dazu, den Shizuku selbst geschrieben hat und auch in einer Szene singt. Diese Szene ist meine absolute Lieblingsszene im Film.

Sowohl dem Zeichenstil also auch dem Ende merkt man an, dass der Film immerhin schon ein Vierteljahrhundert auf dem Buckel hat, aber das ist überhaupt nicht schlimm. Beides ist passend, richtig und wirklich schön.
Beim Zeichenstil fallen vor allem die realistisch gehaltenen und detaillierten Hintergründe auf.

Außerdem sind mir in „Stimme des Herzens“ ein paar Querverweise zu anderen Ghibli-Filmen aufgefallen.
Ich glaube, das ist in den Filmen durchaus üblich, aber sonst fällt es mir nicht so auf. Besonders gefreut habe ich mich über ein Wiedersehen mit dem Baron (wobei „Stimme des Herzens“ eigentlich deutlich früher erschienen ist als „Königreich der Katzen“, aber den habe ich nun mal zuerst gesehen…)

Alles in allem ist „Stimme des Herzens – Whisper of the Heart“ ein toller Film, der sowohl Ghibli-Fans als auch Neulinge begeistern dürfte. Gerade da die fantastischen Elemente, die meist aus einer gänzlich anderen Kultur stammen, ist der Film in meinen Augen klasse geeignet, wenn man bisherige Nicht-Kenner von Anime im Allgemeinen und/oder Ghibli im Speziellen in die Thematik einführen möchte.

Deine
Marina
(DarkFairy)

Ausblick Home-Office hat mich etwas gelehrt: Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages!
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