Gut vs. Böse – Der ewige Kampf

Seid gegrüßt.

Heute widme ich mich endlich dem Themenwunsch von Swampfox. Ich hoffe, das Thema ist zu deiner Zufriedenheit bearbeitet, aber ich habe das Gefühl, dass da tausende von Möglichkeiten bestehen, wie man sich mit der „Dialektik von Gut und Böse“ beschäftigen kann.

Wenn ich ehrlich bin, habe ich mich ein bisschen vor diesem Thema gedrückt, weil mir nicht ganz klar war, was mit der Dialektik eigentlich gemeint ist. Dialektik hat eigentlich etwas mit Gesprächsführung, also mit Rhetorik zu tun. Ich habe es jetzt so verstanden, dass damit eigentlich der Kampf zwischen Gut und Böse gemeint ist. Deshalb schreib ich heute was zu eben diesem Kampf. Zum größten Teil wird das meine Meinung sein, also keine anerkannte philosophische Weltanschauung 😉 Falls es nicht meine Meinung ist, wird es wie immer gekennzeichnet 😉

Ich habe nicht nur lange überlegt, wie ich mich diesem Thema nähern soll, nein ich hatte auch noch mit dem Einstieg zu kämpfen, aber ich dann dachte ich mir, ich fange einfach vorne an 😉

Also, der Kampf zwischen Gut und Böse ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Ich sage bewusst fast, denn es gibt meiner Ansicht nach drei Vorraussetzungen die erfüllt sein müssen:

  1. Verstand, im Sinne von logischem und vorausschauendem Denken
  2. Erkenntnis (von Gut und Böse)
  3. Konventionen

Ich würde nicht so weit gehen, zu sagen, dass die ersten Menschen keinen Verstand gehabt hätten, bei der Erkenntnis bin ich mir allerdings nicht schlüssig. Wäre ich kein großer Fan von Charles Darwin, sondern christlicher Fundamentalist, würde ich sagen, dass die ersten Menschen die Erkenntnis nicht direkt hatten, sondern sie durch das Einwirken des Bösen erlangten. Adam und Eva wurden schließlich vom Satan nicht dazu verführt die Früchte irgendeines Baumes zu essen, nein, sie aßen die Früchte vom Baum der Erkenntnis (Gen 3,5).
Aber da ich nun mal überzeugter Vertreter der Evolutionstheorie bin, würde ich eher dazu tendieren zu sagen, dass auch die ersten Menschen die Erkenntnis von Gut und Böse bereits hatten. Ich bin nämlich der Meinung, dass diese Erkenntnis einer der Punkte ist, der uns von den Tieren unterscheidet. Zu mindest in dem Punkt hat die Bibel wohl nicht unrecht: Dann sprach Gott, der Herr: Seht, der Mensch ist geworden wie wir; er erkennt Gut und Böse. (Gen 3,22).
Wenn wir den Menschen wirklich als Krönung der Schöpfung oder die höchste Stufe der Evolution (Das aber nur bisher! Wer weiß was noch kommt 😉 ) betrachten, so sind wir das, was Gott am nächsten kommt. Wir kommen ihm zwar nahe, aber wir sind NICHT gottgleich!!!

Okay, die ersten Menschen hatten also bereits die Erkentniss von Gut und Böse erlangt. Was sie aber wohl noch nicht hatten, waren Konventionen und erst Konventionen sind es, die etwas böse werden lassen. Nichts und niemand kommt schon böse auf diese Welt, erst die Gesellschaft entscheidet, ob jemand oder etwas gut oder böse ist.
Nehmen wir als Beispiel für Konventionen mal die Menschenopfer: In unserer modernen Gesellschaft (wie hier in Europa oder Amerika z.B.) kann man zwar Gott einen Menschen opfern, aber das ist nicht gern gesehen 😉 In anderen Kulturen, also anderen Gesellschaften, wie z.B. den Azteken war es gar nicht böse oder schlimm einen Menschen zu opfern, da war das ganz normal.
Heute sind die Konventionen in Bezug auf Gut und Böse eng mit den Menschenrechten und den daraus resultierenden Gesetzen verknüpft. Z.B. hat jeder das  Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person. Das heißt jemanden zu entführen und einzusperren ist böse und gesetzeswidrig. Allerdings ist es nicht böse einen Verbrecher einzusperren. Wenn also z.B. ein Einsperren auf eine böse Tat folgt, ist es eine Strafe – was wiederum nicht wirklich böse ist, sondern einfach notwendig! Ich werde hier jetzt lieber nicht weiter machen, sonst rede ich mich noch um Kopf und Kragen. Vor allem, weil das auch ein Thema ist, über das wohl sehr ausgedehnt diskutiert werden kann.

Gut, stattdessen zu letzt noch zum Verstand: Warum der eine Voraussetzung ist, ist schnell erklärt. Hat man keinen Verstand, weiß man natürlich nix mit der Info anzufangen, ob etwas/jemand böse ist oder eben nicht. Das wäre dann irgendwie so in der Art: „Boah, das, was du gemacht hast, war voll böse!“ „Ähm, was heißt böse?“ „Keine Ahnung, aber mir kam grade die Erkenntnis.“
Mit Verstand lassen sich aus der Erkenntins Schlüsse ziehen, wie man damit umgehen sollte. Und dann entwickeln sich auch Konventionen.

Naja, jetzt ist geklärt, was die Voraussetzungen für den Kampf zwischen Gut und Böse sind. Der Kampf selber würde hier, glaube ich, den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es hat sich mit der Erkenntnis dann durchgesetzt, dass Böse nicht wünschenswert und Gut wünschenswert ist. Wenn jemand Böses auftaucht und irgendetwas anstellt, gibt es eigentlich immer auch jemand Gutes, der dagegen steht. Man könnte auch von einem Gleichgewicht in der Welt o.ä. sprechen. Ich denke eine Welt ohne diesen Kampf ist schwer vorstellbar, da es immer etwas Unerwünschtes und auf der anderen Seite etwas Erwünschtes geben wird. Man könnte es anders nennen, sogar die Namen vertauschen also gut wird böse und böse wird gut, aber letztlich würde der Kampf bestehen bleiben.

Die Welt besteht nun mal aus Gegensätzen. Und das ist auch gut so, finde ich….

Eure
DarkFairy

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1 Kommentar

  1. Kommentare von swampfox04:

    Aaaah, super ^^ Danke vielmals *grins*

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