25 Jahre (…nein nicht ich…) sondern PERU-HILFE

Seid gegrüßt.

Während ihr das hier lest, bin ich gerade in Wacken, beim größten Metalfestival der Welt. .oO(Je nach dem um welche Uhrzeit ihr es lest, bin ich grade sogar ordentlich am Abfeiern – bei hoffentlich gutem Wetter >.<)

Letztes Wochenende ging eine ganz andere Veranstaltung der Superlative zu Ende. Vom 23. bis zum 28. Juli fand der 28. Weltjugendtag (WJT) in Rio de Janeiro statt (der übrigens aufgrund der Fußball-WM im nächsten Jahr um ein Jahr vorverlegt wurde). Nein, ich war nicht da. Auch war ich weder 2011 in Madrid, noch 2008 in Sydney. Aber ich war – Überraschung! 😉 – 2005 in Deutschland. Wo soll ich auch sonst gewesen sein? Nein, ich meine natürlich, ich war auch auf dem Weltjugendtag in Köln.

Natürlich war ich nicht allein da. Nein, ich war mit 31 Peruanern da. Woher ich die kenne? Das kann ich euch sagen:
Das kleine beschauliche Eifeldörfchen aus dem ich stamme, ist ja eigentlich das Zentrum der Macht und hat als solches Kontakte in alle Welt. *hust* Kleiner Scherz… Naja, das mit der Macht… das mit den Kontakten stimmt 🙂

Mein Nachbar Manfred Görgens z.B. war schon über 40 Mal in Peru. Und genau dieser Nachbar, war schon so oft da, weil er die Peru-Hilfe gegründet hat. Das ist, wie der Name ja eigentlich schon verrät, eine Hilfsorganisation, die Projekte in Peru unterstützt. Und heute will ich euch ein bisschen über diese Peru-Hilfe erzählen, weil ich finde, dass das eine echt super Sache ist.

Zunächst einmal: Warum schreibe ich ausgerechnet jetzt darüber? Das verrate ich euch gerne. Die Peru-Hilfe wird nämlich am 15. August 25 Jahre alt. Und das ist natürlich schon was. Sie ist damit schon älter als ich. Das heißt aber auch, dass ich mit der Peru-Hilfe direkt vor meiner Haustür aufgewachsen bin. Daher verbinde ich viel damit und sie ist zu einer Sache geworden, die mir am Herzen liegt.
Das Ganze soll ja auch „gefeiert“ werden, daher wird dieses Jahr am Sonntag den 11. August um 10.30 Uhr eine Festmesse abgehalten. Diese wird zelebriert durch den Aachener Weihbischof Karl Reger.

Dann ein zweiter wichtiger Punkt: Manfred Görgens hat natürlich alle seine Perureisen aus eigener Tasche gezahlt und nicht von Spendengeldern. Das die Hilfe für Peru auch wirklich da ankommt, wo sie hin soll, weiß ich aus erster Hand – von eben den Peruanern vom WJT.

peru

Logo der Peru-Hilfe

Das erste Projekt der Peru-Hilfe war eine Kleintierzucht. Der Initiator Manfred Görgens und weitere Helfer sammelten im Herbst ’89 achttausend US-Dollar, welche sie mit einer detaillierten Projektbeschreibung den Ursulinen von St. Ursula in Lima übergaben. Diese bauten eine Kleintierzucht aus, um den Kindern, die sie betreuten, mehr tierisches Eiweiß bieten zu können und um die Mütter in einem landwirtschaftlichen Institut zu schulen, was ein Kleintier an Nahrung braucht, welche Krankheiten der Tiere wie zu behandeln sind und wie man sie zum Essen schmackhaft für die Familie zubereitet. Dieses erste Projekt ist schon längst zum Selbstläufer geworden.

In den folgenden Jahren baute die Peru-Hilfe unter anderem eine Nierenstation für Kinder im Hospital del Nino des Bistums Lima. Diese war die erste im ganzen Land und begann damals mit 6 gebrauchten Dialysemaschinen aus Deutschland. Im gleichen Haus operiert Prof. Dr. med. Dr. hc. Gerhard Ziemer aus Tübingen seit 15 Jahren für die Peru-Hilfe Kinder am Herzen – und zwar in seinem Urlaub!

Verschiedene Schulen wurden und werden immer noch unterstütz. Es wurden Werkstätten eingerichtet, um die Schüler und Schülerinnen auch praxisorientiert unterrichten zu können. In einer anderen Schule bekommen über 200 der ärmsten Kinder eine warme Mahlzeit von der Peru-Hilfe aus Deutschland und Österreich (dieses Projekt wird vom Kindermissionswerk aus Aachen unterstütz).
Die Schule CPAL für hörgeschädigte Kinder und die Schule Santa Maria de Guadeloupe werden laufend auf den neusten Stand der Audiotechnik gebracht und mit neusten Audiometern, sowie jährlich mit ca. 2000 Hörgeräten für Kinder ausgestattet.

Bei den spanischen Ordensschwestern der Adoratrices, die sich an 3 Standorten in Peru um junge prostituierte Frauen und deren Kinder kümmern, wurden von der Peru-Hilfe im Laufe der Jahre ebenso Werkstätten mit ca. 100 Arbeitsplätzen für diese Frauen geschaffen und zur Zeit wird eine Backwerkstatt errichtet.

In der Pfarrei zu unserer lieben Frau in Cocharcas, einem Elendsviertel von Lima, die von Padre Jesus Mendoza, einem super lieben Kerl, den ich vom WJT kenne, betreut wird, wurde eine kleine medizinische Station für die medizinische Versorgung der Ärmsten in derselben aufgebaut. Auch einen Zahnarzt gibt es an bestimmten Wochentagen dort. Seine Schule mit 500 – teilweise Straßenkindern – erhielt Materialien um den Physikunterricht anschaulicher zu machen.

Zur Zeit hilft die Peru-Hilfe ebenso beim Wiederaufbau einer kleinen Pfarrkirche tief in den Anden auf 4.200 Metern Höhe. Die Kirche wurde 1991 von Terroristen in einer Nacht, in der 30 Dorfbewohner, auch Kinder und Frauen, ihr Leben ließen, zerstört.

Ihr seht, nach dem Motto „Miteinander Teilen, Voneinander lernen, Füreinander Handeln“ hat die Peru-Hilfe,  bereits viele Projekte unterstützt und tut dies immer noch. Wie gesagt, ich finde, dass ist wirklich eine großartige Sache, die ich gerne Unterstütze, daher wollte ich auch gerne über die Peru-Hilfe schreiben und ein bisschen Werbung machen. Falls ihr mal für irgendeine Spendenaktion noch ein Projekt braucht, denkt mal an diese Organisation 😉

Mehr Infos bekommt ihr natürlich auf der Internetseite der Peru-Hilfe. Ich, die Betreiber der Peru-Hilfe und natürlich ganz viele Peruaner würden sich freuen, wenn euer Interesse an dieser Organisation geweckt worden wäre. Ihr müsst ja gar nicht unbedingt selber etwas spenden, kann ich ja finanziell auch schlecht, so als Student, aber man kann auch anders etwas bewegen, so wie ich mit meinem Blogbeitrag.

Davon abgesehen: Über die Peru-Hilfe ist es übrigens auch möglich Soziale (Halb-)Jahre in Peru zu absolvieren. Ich kenne auch jemanden der sowas gemacht hat. Sie konnte nur Gutes Berichten. Vielleicht ist es auch möglich über die Peru-Hilfe was zu finden, falls jemand für euch Zwecks Spanischstudiums einen Auslandsaufenthalt braucht 😉 Einfach mal nachfragen

Eure
DarkFairy

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3 Comments

  1. Kommentare von Manfredito:

    Heute Morgen konnte ich Deinen Beitrag Lesen Marina. Mama hat mir den Link geschickt. Danke dafür. Zu Deinem Beitrag kann ich Dir nur gratulieren. Wirklich gut in der Jugendsprache und die gute Darstellung wie es richtig bei Euch ankommt. Bin gespannt auf die Resonanz.
    liebe Grüße
    von Manfredito
    Deinem Nachbarn zwinker

  2. Kommentare von Weckepeller:

    Hi Marina,
    großes Lob für deinen mit flotter Feder geschriebenen Beitrag, vor allem aber ist deine Einstellung „zur Sache“ mehr als herausragend. Toll!

  3. Ping von Von Hilflosigkeit zu großen Zielen | Fissels bunte Welt:

    […] helfe. Außerdem glaube ich einfach, dass es eine sehr gute Erfahrung ist. Mein Nachbar hat die Peruhilfe (bei meinem Schwesterchen könnt ihr da auch noch mehr zu lesen) ins Leben gerufen und dadurch hat […]

Eigenen Senf dazu geben

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