Montagsfrage: Offenes Ende oder Cliffhanger?

Seid gegrüßt.

Schon wieder ist Montag. Gestern habe ich nochmal zwei Bewerbungen fertig gemacht – mal sehen.
Morgen werde ich eines meiner 10-Jahres-Ziele erfüllen: Ich werde endlich das „Das Phantom der Oper“-Musical sehen!

Heute beantworte ich aber erstmal wieder die Montagsfrage vom Buchfresserchen. Ein Tagesziel sozusagen 😉
Die Montagsfrage lautet heute:

Wie kommst du mit einem offenen Ende oder einem Cliffhanger klar?

montagsfrage_bannerVor zwei Jahren gab es bei Libromanie schon mal eine Montagsfrage, die sich mit dem Ende beschäftigte. Allerdings ging es da um Happy Ends.
Trotzdem habe ich auch damals schon was zu offenen Enden gesagt. Ich zitiere mich deswegen jetzt mal selbst:

Ein Problem habe ich nur mit offenen Enden und das auch nur abhängig von der Geschichte. Manchmal denk ich mir wirklich: „Toll, das ist das Ende? Kommt denn noch ein zweiter Teil?… Hmm, natürlich nicht.“
Wenn ein offenes Ende, dann aber bitte nicht so, dass einfach jeder Handlungsstrang ins Nichts läuft und eigentlich eine Fortsetzung unabdingbar wäre…

Die Frage ist doch: Passt das Ende zur Geschichte?
Das Ende ist der krönende Abschluss eines Abenteuers, dass mich (hoffentlich) gebannt hat und mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ. Dann erwarte ich auch ein Ende, das dem gerecht wird.

Offene Enden können schön sein. Ich mag es, wenn jedem Leser überlassen wird sich vorzustellen, wie es weiter geht. Quasi ein „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“ im Kleinformat.
Ich bin aber der Ansicht das ein gutes offenes Ende verdammt schwer zu schreiben ist.

Wenn ein offenes Ende, dann aber bitte nicht so, dass einfach jeder Handlungsstrang ins Nichts läuft und eigentlich eine Fortsetzung unabdingbar wäre…

Das wäre für mich ein typischer Cliffhanger, muss ich sagen. Ich weiß gar nicht, ob man zwischen Cliffhanger und offenem Ende tatsächlich unterscheidet, oder ob das nur zwei Bezeichnungen für dieselbe Sache sind, aber ich für mich persönlich, mache da einen Unterschied:

Ein offenes Ende kann man so stehen lassen. Einen Cliffhanger nicht. Ein Cliffhanger braucht einen weiteren Band – aber genau so ist er ja auch gedacht. Eher im Fernsehbereich zu finden sollen Cliffhanger ja eine sehr hohe Spannung erzeugen, damit man auf jeden Fall die nächste Folge sehen möchte. Oder eben den nächsten Band lesen.
Ein schönes Cliffhanger-Filmbeispiel ist übrigens Der Hobbit 2: Smaugs Einöde 😉

Also, mein Fazit:
Offene Enden sind okay, wenn sie passen und gut geschrieben sind, was aber schwer ist. Cliffhanger gehen nur, wenn es einen Folgeband gibt, sonst kann ich damit wirklich nicht umgehen 🙂

Eure
Marina
(DarkFairy)

 

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4 Comments

  1. Kommentare von Ingrid, die Bastelmaus:

    Phantom der Oper habe ich mir vor vielen Jahren mal in Hamburg (ganz schön weit weg….) angesehen, war großartig! Ich wünsche Dir viel Spaß und denke, wird auch Dir gefallen.
    In dem 3-Tage-Programm war dann auch noch „Cats“ einbezogen, ebenfalls toll, aber gaaanz anders, = hektisch, laut und fetzig, also ein echtes Kontrastprogramm!
    Ich drücke Dir ganz dolle die Daumen hinsichtlich der Bewerbungen!
    LG Ingrid

  2. Kommentare von Claudia:

    Da sind wir einer Meinung. Ein gut gemachtes offenes Ende ist toll, da merkt man auch, dass der Autor das genau so gewollt hat und man sich seine eigenen Gedanken machen soll. Schlecht ist es hingegen, wenn es so wirkt, als hätte man einfach ein Kapitel vergessen und nicht ersichtlich sit, dass das offen sein soll.

  3. Kommentare von AndreaAndrea:

    Ich staune wie ausgeglichen doch die Meinungen zu offenen Enden sind. Hatte erwartet, dass die meisten sie wie Svenja gar nicht leiden können.

    Ob etwas am Schluss des Buches ein Cliffhanger oder ein offenes Ende war, kann man immer erst im Nachhinein betrachtet sagen, wenn der nächste Band sicher veröffentlicht ist. 😀

    Es gibt Cliffhanger aber zum Beispiel auch zwischen Kapiteln.

  4. Kommentare von Evy Heart:

    Ich erinnere mich noch an die Happy-End-Frage 🙂 Mir ist leider kein Buch eingefallen, daher kann ich das nicht beurteilen, aber ich mag es, wenn Dinge aufgeklärt sind. Ich muss die Stimmung am Ende spüren können und mit einem guten GEfühl das Buch zuklappen. Was mich nervt: Wenn die Geschichte abgeschlossen ist, aber noch eine Szene kommt, die sagt „Und wenn sie nicht gestorben sind….“ – dann?

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