#LoveWritingChallenge – Namensfindung

Sei gegrüßt.

Tag zwei der #LoveWritingChallenge steht unter dem Thema „Namensfindung“ .
Spannendes Thema. Also für mich zumindest, vielleicht siehst du das anders?! Aber ich werde dir heute einmal darlegen, warum das für mich so spannend ist.

Nomen est Omen

Nomen est Omen.

Plautus (um 250–184 v. Chr.)

Das Zitat hast du bestimmt schon mal gehört, oder? Falls nicht, auch nicht schlimm.
Es bedeutet so viel wie „der Name ist ein Zeichen“ oder „der Name ist Vorbedeutung“.

Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie ist das eine feste Regel für mich.
Das bedeutet, immer wenn ich die Idee für eine neue Geschichte habe, treibe ich mich erst einmal stundenlang auf beliebte-vornamen.de herum. Manchmal kann das ganz schön nervig sein und mich sogar soweit bringen zu überlegen, ob ich die Geschichte wirklich schreiben soll, weil es einfach keinen passenden Namen für meinen Charakter gibt.

Ich finde es einfach toll, wenn der Name des Charakters zu ihm, seiner Entwicklung und der Geschichte passt.
Ich stell mir immer vor, wenn ich Leser wäre und das bemerken würde, fände ich das total cool.
Allerdings habe ich noch nie geschaut, ob ein Name in einem Buch, das ich lese, eine besondere Bedeutung hat ^^‘
Jaja… mit zweierlei Maß messen und so >.<

Ein Beispiel gefällig?

Die junge Waldmenschenkriegerin Weda (aus: Ein fallender Stern), die ich gestern kurz vorgestellt hatte, zum Beispiel:

Weda / Wedeke / Weede

Herkunft
Aus dem Althochdeutschen

Bedeutung
witu = „Wald“. Weibliche Form von Wedekind.

Ja gut. Zugegeben. Das ist jetzt wirklich ein schwaches Beispiel. Wald – Waldmenschen. Aber das Volk der Waldmenschen ist schließlich auch von entscheidender Bedeutung in der Geschichte.
Okay, dann eben noch ihr Begleiter Yasir:

Yasir /Yassir

Herkunft
Aus dem Arabischen

Bedeutung
„ins Lot bringen“ oder „der Reiche“.

„Ins Lot bringen“? Also wenn das mal nicht passt. Außerdem stammt Yasir aus einer Gegend, die in unserer Welt ihre Entsprechung im arabischen Raum finden dürfte.

Mir fallen noch viel mehr Beispiele ein, besonders aus einer Geschichte, aber die ist weder fertig, noch veröffentlicht, daher ist es jetzt auch blöd dir diese Namen als Beispiel aufzuzählen.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Es gibt auch bei meiner Namensgebungsregel – wie bei jeder guten Regel – Ausnahmen.
Namentlich – hihi schlechter Wortwitz – wäre das Tizian.

Den Namen Tizian habe ich tatsächlich einfach ausgewählt, weil er mir gefiel. Ich hatte eine Figur und eine grobe Geschichte im Kopf und beides musste raus. Außerdem war da der Name Tizian, den ich gerne irgendwann mal verwenden wollte. Also habe ich quasi drei Fliegen mit einer Klatsche geschlagen.

Sein Nachname allerdings… der hat schon wieder unglaublich viel Bedeutung. Aber total aus versehen, ich schwöre es! Der gute heißt nämlich Torn mit Nachnamen – was ich genommen hatte, weil mir der Klang von „Tizian Torn“ so gut gefiel. Dass das ein englisches Wort ist, dessen Übersetzung unverschämt gut passt, wurde mir erst klar, als PoiSonPaiNter mich vor ein paar Tagen darauf ansprach…

Jetzt weißt du also warum ich der Meinung bin, dass an „Nomen est Omen“ definitiv etwas dran ist und warum mich das auch an den Rand der Verzweiflung treiben kann…

Deine
Marina
(DarkFairy)

______
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2 Comments

  1. Kommentare von Claudia:

    Ich schaue auch manchmal nach Namen zu meiner gewünschten Bedeutung, allerdings passen mir die Ergebnisse nicht immer, sodass ich nach Alternativen suche oder dann doch nach Klang und Optik wähle. Wenn ich aber zu einer Bedeutung einen Namen finde, der auch ansonsten passt, freue ich mich sehr darüber 🙂

    Liebe Grüße

    Claudia

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Da ich ja hauptsächlich Fantasy schreibe, habe ich auch schon mal Namen selbst erfunden. Dann nehme ich Wörter mit passender Bedeutung aus anderen Sprachen (Latein oder Japanisch z.B.) und bastel einen Namen daraus.

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