Die Zwölfe zum Gruße – Götter bei DSA

Sei gegrüßt.

Bei Sorben von Gelbe Zeichen habe ich kürzlich den Ankündigungsbeitrag für das Thema des Karnevals der Rollenspielblogs im Oktober gelesen. Das Thema ist „Religion im Rollenspiel„.

Ich habe zwar keinen Rollenspielblog, aber du weißt, dass ich gerne DSA spiele und das Thema ist einfach interessant, daher, mache ich diesen Monat wohl mal mit – ich habe aber ja schließlich auch keinen Buchblog und blogge über Bücher 😉

Religion in Dere

In Dere, der Welt von DSA, ist es genau wie bei uns: Eine Vielzahl an Religionen, Anhänger und Gegner derselben und Konflikte aufgrund der Religion. Das ich dir da jetzt nicht alles im Detail darlegen kann ist wohl einleuchtend.
Ich möchte mich daher auf den meist verbreitetsten Glauben der Menschen beschränken: Den Glaube an die Zwölf bzw. der Glaube an die Dreizehn, wobei der Dreizehnte verschwiegen und gemieden wird – alles Dämonenpaktierer, pfui!
Naja, da der Dreizehnte eben die Personifizierung allen Bösen ist, möchte ich auch den hier erstmal nicht näher betrachten – und weil ich über ihn ehrlich gesagt bisher gar nicht viel weiß, denn Infos über ihn sind auch nicht so leicht zu bekommen 😉

Die Zwölf Götter

Ähnlich wie bei vielen anderen Fantasywelten ist auch das Pantheon der Zwölf an antike Götter, wie etwa bei den Griechen, angelehnt. Im Einzelnen wären die Zwölf die folgenden:

Name der Gottes/der Göttin Aspekte
Praios (m) Ehrlichkeit, Gesetz, Herrschaft, Hierarchie, Magiebann, Ordnung, Rechtsprechung, Sonne, Süden, Wahrhaftigkeit, Zeitmessung
Rondra (w) Donner, Blitz, Kampf, Ehre, Schutz von Hilf- und Wehrlosen, Sturm, Tapferkeit, Verantwortung
Efferd (m) Fischfang, Gezeiten, Luft, Meer, Regen, Wasser, Wolken, Schifffahrt, Sturm
Travia (w) Anstand, Bescheidenheit, Freundschaft, Fürsorge, Gestfreundschaft, Heimat, Herdfeuer, Kochkunst, Milde, Mitleid, Treue, Verlässlichkeit
Boron (m) Dunkelheit, Ruhe, Schlaf, Schweigen, Tod, Vergessen
Hesinde (w) Alchemie, Astrologie, Erneuerung von Geistigem, Gelehrsamkeit, Geschichtsschreibung, Herrschaft über die Elemente, intellektueller Disput, Kunst, Magie, Schrift, Sprache, Sterne, Veränderung, Verbesserung, Wandel, Wissen, Wissenschaft
Firun (m) Askese, Eis, Gletscher, Hagel, Norden, Schnee, Selbstbeherrschung, Selbstüberwindung, waidmännische Jagd, Wege, wilde Natur, Winter
Tsa (w) Alternativen, Beginn, Erneuerung, Freiheit, Friedfertigkeit, Geburt, Grenzenlosigkeit, Lebensfreude, Schöpfung, Wandel, Wiedergeburt
Phex (m) Diebstahl, Eigenverantwortlichkeit, Glück, Handel, Humor, Individuum, List, Nacht, Nebel, Schatten, (im Tulamidenland zusätzlich Magie)
Peraine (w) Ackerbau, Arbeit, Erde, Feldfrüchte, Fruchtbarkeit, Heilkunst, Hilfsbereitschaft, Pflanzen, Pragmatismus, Verantwortung
Ingrimm (m) Beständigkeit, Feuer, Fleiß, Geduld, Geschicklichkeit, Härte, Handwerk, Kraft, ungebändigter Zorn
Rahja (w) Blumen, Ekstase, Feste, Freude, Harmonie, Liebe, Lust, Pferde, Rausch, Schönheit, Wein

Prinzipiell kann man sich auch bei anderen Aspekten an den Gott wenden, dem man sich am meisten verbunden fühlt. Geweihte – also Priester – werden sich sicherlich in der Regel zu erst an ihren Gott, bzw. dessen Vertreter wenden. Der normale Bürger lässt sich aber z.B. eher von Travia-Geweihten verheiraten, als von Boron-Geweihten. Genauso wenig wird man wohl zu Firun beten, wenn man in der Schmiede ein besonderes Werk fertigen möchte, dennoch können auch die Geweihten des Firun einen Feuersegen wirken und Feuer aus dem Nichts entfachen.

Umsetzung im Spiel

In wie weit die Religion Einfluss auf die Gruppe der Spieler hat, hängt sicherlich von der Gruppe ab. Es hängt davon ab, wie nah man an den Regeln spielt, also ob man alles sehr genau nimmt oder eher locker – so wie wir ^^‘
Dann hängt es auch davon ab, wie sich die Gruppe zusammen setzt. Ein Mensch, eine Elfe und ein Zwerg werden nicht zwangsläufig in religiös geprägte Dispute verfallen, sondern eher darüber streiten, ob jetzt Elfen oder Zwerge besser sind 😉
Und last but not least hängt es natürlich auch vom Abenteuer ab. Befinden wir uns z.B. überhaupt im Mittelreich, oder vielleicht bei den Orks, die ja nun wieder etwas völlig anderes glauben?

Anders sieht das Ganze aus, ist eine der Kirchen der Auftraggeber der Gruppe – oder noch deutlicher: Ist ein Geweihter in der Gruppe.
Moralkodex und Tradition der Kirche legen ein recht enges Korsett an, z.B. darf ein Borongeweihter niemals einen Leichnam unbestattet lassen, was nach einem Kampf mitten im Nirgendwo durchaus zu Problemen und Diskussionen führen kann. Die Schwierigkeit fängt aber z.T. schon früher an. Bei uns beim letzen Mal war die Hürde, wie u.a. eine Kurtisane, eine Piratin aus Thorwal und eine Boron-Geweihte zusammen finden und ins Abenteuer ziehen – aber unser Meister macht eben fast alles möglich.

Mein Senf

Vielleicht fragst du dich, wieso ich so plötzlich beim Karneval der Rollenspielblogs mitmache. Oder warum um alles in der Welt ich dich über fiktive Götter zutexte.
Ganz einfach: Ich finde dieses Thema einfach unheimlich spannend!

Religion an sich ist bereits ein interessantes Thema wie ich finde, aber das Ganze losgelöst von den Alltäglichen Problemen die wir so damit haben, ermöglicht mir DSA eine ganz andere Beschäftigung damit. Außerdem bin ich total begeistert von der Detailverliebtheit beim Schwarzen Auge: Die Welt, die Kulturen, die Sprachen, die Religion u.v.m.

Den Glauben an die Zwölf fand ich von Beginn an faszinierend, wenn auch noch etwas verwirrend. Letztes Jahr habe ich dann aber einen DSA-Roman gelesen, der in einem Boron-Kloster spielt („Todesstille“). Von da an stand für mich fest, dass ich unbedingt mal einen Geweihten des Boron spielen möchte – was nicht so einfach ist, Schweigen ist eine Tugend und wer mich kennt, weiß, dass ich nicht unbedingt die schweigsamste bin – und ich mich mehr mit dem Zwölf-Götter-Glaube beschäftigen möchte.

Beides habe ich mittlerweile getan – bzw. tue es noch. Das Thema ist ungemein komplex, sodass ich bei Weitem noch nicht alles weiß oder je wissen werde. Und auch, wenn eine Boron-Geweihte nicht so leicht zu spielen ist, hat es mir Boron nach wie vor angetan.
Warum ausgerechnet der Totengott mich so in seinen Bann zieht weiß ich nicht, aber mich hat die Beschäftigung mit seiner und den anderen Kirchen noch mehr für DSA begeistert.

Ich kann nur immer wieder bewundern wie genau diese Welt ausgearbeitet ist und mich – ob als Geweihte oder nicht – auf aventurische Pfade begeben!

Deine
Marina
(DarkFairy)

P.S.: Bei Fragen zu DSA und seinem Religionssystem hinterlasse mir ruhig einen Kommentar, ich werde sie nach bestem Wissen und Gewissen beantworten 😉

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7 Comments

  1. Kommentare von Sorben:

    Dein allererster RSPKarneval Beitrag?
    Sehr interessant, ich spiele ja kein DSA aber ich finde die Welt sehr nett. Freut mich, dass du an den Thema Gefallen gefunden hast, bzw. an dem Karneval 😉

  2. Ping von Religion im Rollenspiel – Karneval der Rollenspielblogs – Gelbe Zeichen:

    […] DarkFairy – Die Zwölfe zum Gruße – Götter bei DSA […]

  3. Kommentare von dragondaniela:

    Phex zum Gruße,
    ich muss ja sagen, dass es mir sehr gefällt, wie sich da eine kleine Boron Kerze ins Bild geschlichehnn hat. Ich finde das Quatschen über die Götter am Rollenspiel Tisch immer wieder schön. Besonders wenn man keinen verdeckten Diener des Listigen spielt. In meiner einen Gruppe konnte ich es sehr lange Geheim halten, da haben wir kaum drüber gesprochen. In meiner anderen Gruppe spiele ich einen halb offenen Geweihten. Sprichi meine Gruppe weiß bescheid aber außerhalb ist es nicht so klar. Ich finde beide Varianten schön. Eifnach weil man auch mal über die Götter, in meinem Fall im speziellen die Wege des Herrn der Selbsthilfe, und die Kirche sprechen kann.

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Hehe ^^
      Ja ich lieb diese Kerze!

      Ich mag es auch.
      V.a. hat mein Halbelfen-Gaukler, der bei Menschen aufgewachsen war, sich mal in der einen Gruppe einen Spaß daraus gemacht der Elfe in unserer Gruppe totalen Blödsinn zu erzählen. Jetzt läuft irgendwo in Aventurien eine Firnelfe rum, die Rondra für ein Sahnetörtchen mit Kirsche drauf und Phex für einen Eintopf hält – und sich fragt, warum die Menschen Essen anbeten ^^‘
      Zum Glück haben wir mit dieser Gruppe nicht so viel gespielt. Vermutlich wäre die Elfe früher oder später den Bannstrahlern in die Hände geraten, die sich dann natürlich gefragt hätten, warum sie hartnäckig nach einem berühmten Praios-Brötchen fragt… oder so XD

  4. Ping von Religion im Rollenspiel – Die Zusammenfassung – Gelbe Zeichen:

    […] Teil aller Beiträge befassten sich mit Göttern. Den Anfang machte DarkFairy mit ihren Beitrag Die Zwölfe zum Gruße – Götter bei DSA. Für mich als nicht-DSA-Spieler kam dabei ein schöner Überblick über die Götter und den […]

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