Die vier R des ZeroWaste

Sei gegrüßt.

Das Zero Waste ein wichtiges Thema für mich ist, ist mittlerweile ja schon durch gesickert. Ich lese natürlich viel zu dem Thema, informiere mich immer wieder in neuen Bereichen und lerne viel.

Heute möchte ich einen zentralen Punkt – bzw. derer vier – weiter geben, die ich für mich als „die vier R des Zero Waste“ bezeichne. Wenn man sich an diese vier Punkte hält, macht man quasi ganz automatisch weniger Müll und das ist denke ich durchaus erstrebenswert.
Die vier R über die ich hier rede, sind die jeweiligen Anfangsbuchstaben von vier englischen Wörtern: reduce, repair, reuse, recycle. Was es damit auf sich hat und warum diese Begriffe bei der Müllvermeidung eine zentrale Rolle spielen erkläre ich dir jetzt.

Reduce

=Reduzieren
Eigentlich ziemlich logisch: Wer weniger konsumiert, der produziert auch weniger Müll. Und der verbraucht somit auch weniger Ressourcen.

Ich mache mal ein total plattes Beispiel: Isst jemand im Monat zehn Tüten Gummibärchen, so bleiben am Ende des Monats zehn leere Gummibärchentüten zurück. Das Plastik der Tüten wird aus Erdöl gemacht. Würde dieser Gummibärchenfan jetzt seinen Konsum auf 5 Tüten im Monat reduzieren, bleiben auch nur 5 Tüten Müll über und man braucht weniger Erdöl, weil ja nur 5 statt 10 Tüten produziert werden müssen.

Das heißt nicht zwangsläufig, dass unser Gummibärchenfan jetzt Verzicht üben muss. Er könnte auch Gummibärchen verpackungsfrei einkaufen. Oder vielleicht Obst für sich entdecken. Außerdem ist das nur ein sehr plakatives Beispiel – und besser für die Gesundheit ;)

Reduzieren hängt auch mit Minimalismus zusammen. Daher beginne ich mittlerweile ganz automatisch mich auch für diese Thematik zu interessieren und mich dort zu informieren.
Vor allem aber, geht es um einen bewussteren Umgang mit unseren Ressourcen.

Reuse

=Wiederverwenden
Nur weil du etwas hast, dass du nicht mehr brauchst, heißt das noch lange nicht, das dieser Gegenstand in den Müll muss. Verschenke oder Verkaufe ihn. Irgendwer kann ihn sicher brauchen und freut sich darüber.

Genauso gilt das Gleiche für dich: Wenn du irgendetwas neues brauchst, dann schau doch erstmal, ob es das von dir benötigte nicht vielleicht auch gebraucht gibt. Beim Kauf von Gebrauchtware schonst du Ressourcen – es muss nichts neues produziert werden – und du gibst einem Gegenstand eine längere Lebensdauer, wodurch die für ihn benötigten Ressourcen viel effektiver und besser genutzt werden. Und du vermeidest eben auch Müll, denn der nicht mehr benötigte Gegenstand landet nicht dort, sondern bei einem neuen Nutzer.

Oder aber du machst etwas Neues aus dem Gegenstand. Z.B. habe ich aus einem T-Shirt, das total verzogen war und das man so nicht mehr wirklich anziehen konnte, einen Kissenbezug genäht.

Repair

=Reparieren
Aber was ist jetzt, wenn du einen Gegenstand hast, der kaputt ist? Den kannst du doch sicher einfach wegwerfen, oder? Würde ich nicht sagen. Schau lieber ob du ihn vielleicht reparieren kannst – oder jemanden kennst, der das kann.

So kann man auch kaputte Gegenstände, die man nicht reparieren kann oder möchte über verschiedene Internetplattformen verschenken (natürlich muss man dazu sagen, dass es kaputt ist), aber oft findet sich ein begeisterter Hobbybastler, der das Teil reparieren kann und dann günstig zu einem für ihn neuen Gegenstand kommt.

Viele Beschädigungen rechtfertigen aber in der Regel ein Wegwerfen noch gar nicht: Nur weil ein T-Shirt ein kleines Loch hat, solltest du es nicht wegwerfen. Stopfe das Loch doch einfach – oder frage Mama, Papa, Oma, Opa, Tante, Onkel oder Freunde, irgendwer kann das sicher.

Recycle

=Wiederverwerten
Irgendwann erreicht nahezu jeder Gegenstand einen Punkt, an dem du ihn nicht mehr retten kannst oder willst (z.B. weil das ein ungleich hoher Ressourcenaufwand wäre). Das ist der Punkt an dem es heißt „Auf Wiedersehen“ zu sagen.
Der Gegenstand sollte wenn möglich unbedingt recyclet werden. Ist ein Recyclen möglich, werden die Ressourcen wiederverwertet, es müssen keine neuen Rohstoffe verwendet werden – oder zumindest weniger – und das Material erhält ein zweites Leben.

Recyclen ist, verbunden mit einem bewussten Umgang mit Müll, wohl das bekannteste der vier R’s und wird auch von vielen betrieben. Wenn du jetzt versuchst die anderen drei zumindest ein Stück weit – ganz nach deinen Vorlieben und Möglichkeiten – in dein Leben einzubauen, wirst du deinen Müll definitiv verringern.

Und keine Angst: Du musst auf nichts verzichten und du musst auch nicht perfekt sein/werden. Das tue und bin ich auch nicht. Kein Zero Waster ist das. Aber Zero Waste bedeutet einfach seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen, um unsere Müllproblematik in den Griff zu bekommen.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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2 Comments

  1. Kommentare von dragondaniela:

    Muss immer wieder feststellen, wie viel Müll manche Leute produzieren. Hatten es neulich, dass wir alle im Haus vergessen haben, dass die Plastiktonne rausgestellt werden muss. Ergo hatten wir 3,5 volle Plastiktonnen und 2 Wochen zu überbrücken. Ich hatte als einzigste Gelbe Säcke im Haus. Die waren bei ner anderen Wohnung irgendwann mal einfach im Postkasten. Ich hab die dann verteilt. Ich habe meinen gar nicht nutzen müssen, weil das wenige was ich in den zwei Wochen hatte noch irgendwie in die Tonnen passte und der Rest hat teils 2 Säcke gebraucht. o_O

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Sei gegrüßt Daniela!

      Ja es ist echt krass wie viel da zusammen kommt, wenn man so gar nicht drüber nachdenkt. Selbst bei mir ist es ja immer noch einiges, obwohl ich ja schon sehr darauf achte.

      Liebe Grüße

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