Montagsfrage: Bitte mehr von diesen Protas?

Sei gegrüßt.

Nachdem ich letzte Woche drei Tage krank war, gehe ich heute wieder zur Arbeit. Ich freue mich wirklich, nicht mehr zu hause sein zu müssen, denn das ist langweilig. Andererseits hätte ich gerne ein paar Tage frei, um mich vom krank sein zu erholen :P
Nein, nein. Das passt schon so.

Jetzt aber die Montagsfrage, bevor ich dann doch schon los muss.
Heute möchte Antonia von Lauter&Leise folgendes wissen:

Was ist für dich die Art von (Haupt-)Charakter, die es öfter in Büchern geben sollte?

Ich kann mich Antonias eigener Antwort nur anschließen: Anti-Helden. Also Helden, die eigentlich keine Helden sind, sondern ganz normale Leute mit ganz normalen – nagut, wenn ich sie schreibe sind sie schon etwas mehr als normal – Problemen. 

Mit Imba-Charakteren, wie ich sie gerne nenne, also solch strahlenden Helden, die jedes Rätsel direkt lösen können, die niemals straucheln und die einen jeden Kampf ohne auch nur einen Kratzer gewinnen, konnte ich noch nie etwas anfangen. Fürchterlich. Nichts ist langweiliger und vorhersehbarer als Perfektion.
Wenn eine Geschichte mit einem perfekten Helden startet, dann weiß ich doch genau wie es ausgeht und kein Hindernis kann mich wirklich zum mitfiebern bringen.

Bei einem Helden aber, der nichts von einem klassischen Helden an sich hat, der vielleicht sogar ganz im Gegenteil mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen hat, da fiebere ich von vorne bis hinten mit. Wie schafft er es trotzdem zum Helden der Geschichte zu werden? Wie schafft er es entgegen aller Widrigkeiten voran zu kommen? Was wird er noch alles einstecken müssen?
Ich gebe zu häufig finde ich die letzte Frage besonders interessant. Ich habe nun mal einen Hang zu leidenden Charakteren.

In meinen eigenen Geschichten wirst du niemals einen solchen Helden-Helden finden. Bei mir findest du Charaktere, die vom Schicksal und Leben starkt gebeutelt wurden – und die nun mit mir leben müssen. Das macht es in der Regeln nur schlimmer für sie. Da ich sie aber so unendlich liebe, bekommen sie doch auch recht oft ein Happy End – oder so etwas ähnliches.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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10 Comments

  1. Kommentare von Anja:

    Hallöchen Marina,

    wenn ich mir deine Ansicht zum heutigen Thema so durchlese, dann breche ich in lautstarkes Nicken aus ^^. Oh ja, ich bin auch ein Fan von Anti-Helden.

    LG
    Anja

  2. Kommentare von wortmagieblog:

    Huhu Marina,

    ich bin da etwas flexibler. Ich bevorzuge keinen Figurentypus, mir ist viel wichtiger, dass die Charaktere in ihre Geschichte passen. Wenn ich zum Beispiel Fantasy im Stil von Abercrombie lese, will ich dort bestimmt nicht auf einen strahlenden Imba-Helden (tolle Bezeichnung! :D) treffen. Der hätte dort nichts zu suchen.

    Montagsfrage auf dem wortmagieblog
    Viele liebe Grüße,
    Elli

  3. Kommentare von Torsten‘s Bücherecke:

    Hallo Marina,

    ich glaube wenn die Charaktere nicht leiden, gibt es auch keine emotionale Bindung. Die wiederum erwarte ich aber von einem wirklich guten Roman bzw. Unterhaltungsbuch.

    LG

    Torsten

  4. Kommentare von Lisa:

    Bei deinem letzten Absatz musste ich sehr schmunzeln, das hast du schön geschrieben! Auf jeden Fall gebe ich dir recht: Perfektion ist langweilig. Zugegeben fällt mir aber auch kein Prota ein, auf den dies passen könnte :O Die meisten Protagonisten die ich kenne, straucheln und haben ihre Ecken und Kanten – gut so!

    Hier findest du meinen Beitag.
    Liebe Grüße,
    Lisa von lieschenliest.de

  5. Kommentare von Der Büchernarr:

    Das nervige bei Krankheiten ist ja auch oftmals, dass man sich noch nicht mal ein Buch schnappen kann, wo man schon mal den Tag im Bett verbringt. Ich finde das eher lästig und bin auch immer froh, wenn die vorüber ist.

    Viele Grüße
    Der Büchernarr Frank

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