Montagsfrage: Von Bewunderung zu Kritik?

Sei gegrüßt.

Der April macht seinem Ruf Momentan alle Ehre. Gestern hat es hier tatsächlich geschneit, heute ist es sonnig und frühlingshaft warm. Furchtbar. Ich würde mich gerne zu mindest ein bisschen aufs Wetter einstellen können.
Dafür liegen aber jetzt drei kurze Wochen vor uns, das ist doch auch was.

Diese Woche startet – wie fast immer – mit der Montagsfrage.
Heute möchte Antonia von Lauter&Leise folgendes wissen:

Gibt es einen Autor, den du früher sehr bewundert hast, heute aber kritischer siehst?

Ich glaube nicht.
Antonia hat einen guten und ausführlichen Beitrag über J.K. Rowling geschrieben. Für mich ist total nachvollziehbar was sie meint, allerdings habe ich Rowling nie so… ich sag mal… vergöttert. Und genau das ist das Ding: Ich tue das selten bei Autoren.

In der Regel ist es so, dass ich ein bestimmtes Werk liebe und auf ein Podest stelle. Harry Potter z.B.. Aber deswegen liebe ich den/die AutroIn nicht unbedingt.
Ich kopple das quasi voneinander los.

Nur sehr wenige Autoren haben es geschafft, dass ich mir ihre Bücher kaufe, ohne zu schauen worum es geht. Also Autoren, die ich in meinen persönlichen Olymp emporhebe und denen ich blind vertraue. Genau genommen, tummeln sich da oben bisher zwei Kerle: Joe Abercrombie und James Barclay.
Und die beiden haben mich bisher einfach noch nicht enttäuscht oder mir einen Grund gegeben sie oder ihre Werke kritischer zu betrachten.

Mir passiert es eher anders herum, also dass ich mit einem Autor oder einem Buch früher nichts anfangen konnte und es dann plötzlich mag.
Bei „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende war das z.B. der Fall. Ich habe das Buch als Jugendliche zwei-, dreimal angefangen und wieder abgebrochen, weil ich es einfach totlangweilig fand. Mit 25 habe ich es dann aus einer Laune heraus noch einmal versucht – und Herr Ende konnte mich begeistern!

Bücher oder Reihen gibt es ein paar die mich richtig begeistert haben, aber ich lese ja auch selten Bücher mehrfach – ich mache nur wenige Ausnahmen – da ist es dann schwer sie später kritisch zu betrachten, da einfach zu viele Details schon wieder in Vergessenheit geraten sind.

Du siehst, für mich ist die Montagsfrage eigentlich schwierig eindeutig zu beantworten, aber trotzdem habe ich eine befriedigende Antwort gegeben, wie ich finde.
Ich hoffe du siehst das auch so ;)

Deine
Marina
(DarkFairy)

______
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4 Comments

  1. Kommentare von Aequitas et Veritas:

    „Vergöttern“ ist, glaube ich, hier der richtige Begriff. Ich stolpere oft über Blogger, die einen bestimmten Autoren bzw. eine bestimmte Autorin schier vergöttern und deshalb vermutlich ziemlich unreflektiert alles gut finden, was diese Person schreibt. Bei mir ist das nicht unbedingt der Fall. Es gibt zwar Autoren, von denen ich über alle Maßen begeistert bin (ich sage nur: Jane Austen), aber das bedeutet niemals, dass ich nicht auch zögern würde, ein schiefes Menschen-/Frauenbild zu kritisieren oder ähnliches.

  2. Kommentare von Lisa:

    Jetzt, wo ich deinen Beitrag gelesen habe, fällt auch mir ein, dass es deutlich mehr Autoren für mich gibt, die ich umgekehrt am Anfang nicht so wirklich zu schätzen wusste, aber dann doch gerne las, als andersherum. Auf die Frage von Antonia ist mir tatsächlich auch nur JKR eingefallen. Bei anderen Autoren könnte ich nicht behaupten, dass sich meine Meinung (insbesondere zur Person) besonders negativ verändert hätte.
    Bei den meisten Büchern kopple auch ich recht oft ab, außer bei so zwei oder drei Autoren, die ich wirklich unglaublich gerne mag.

    Liebe Grüße
    Lisa

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Sei gegrüßt Lisa!

      Ich glaube dann haben wir insgesamt recht ähnlich Erfahrungen gemacht ;)
      Danke für deinen Kommentar.

      Liebe Grüße

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