Montagsfrage: Pre- oder Sequel?

Sei gegrüßt.

Ich habe heute nochmal das Netbook – und das kleine Duppsi, wie ich es liebevoll nenne – eingepackt, damit ich die Zeit im Zug besser nutzen kann. Daher haben wir jetzt kurz nach 6, aber den Beitrag hochladen kann ich erst heute Nachmittag/Abend. Egal.

Ich will gar nicht so viel schwafeln, das geht alles von meiner Überarbeitungszeit ab…

Deswegen komme ich jetzt auch direkt zur Montagsfrage.
Heute fragte Antonia von Lauter&leise folgendes:

Prequel oder Sequel?

Ich bin in diesem Punkt völlig Antonias Meinung: Das kommt ganz aufs Buch an.
Das war’s aber schon mit Gemeinsamkeiten, denn ich würde, wenn es denn passt, immer das Sequel bevorzugen.

Man könnte sagen, ich lese einfach gerne in chronologischer Reihenfolge, die Zeit der Geschichte betreffenden, nicht die Veröffentlichung. Soll heißen: Wenn es ein Prequel gibt, möchte ich das in der Regel vorher lesen – oder gar nicht.

Ich versuche mal zu erschließen, warum das so ist. Ich glaube, zwei Gründe sind die Hauptursache dafür. Erstens: Wenn man ein Prequel nach der Reihe/dem Buch liest, zu der/dem es gehört, spoilert man sich mitunter selbst. Man weiß doch dann schon, wo das ganze hingehen soll. Kommen „bekannte“ Figuren vor, weiß an vielleicht schon, wer stirbt und es gar nicht bis in das Hauptwerk schafft. Sind es gänzlich andere Figuren… tja… das führt mich zu Punkt zwei. Also zweitens: In der Regel sind es die Figuren, von denen ich mich nicht trennen will und selten die Welt. In so einem Falle macht dann ein Sequel viel mehr Sinn. Aber das passt eben nicht immer.

Antonia führt als Beispiel Harry Potter an. Das wäre so ein Fall, wo ich auch lieber ein Prequel habe – wie Phantastische Tierwesen – statt einem Sequel – wie Das verwunschene Kind. Das liegt aber daran, dass die besten Figuren sowieso tot sind und nur in einem Prequel ein Wiedersehen möglich ist und daran, dass die Geschichte so dermaßen beendet ist, dass alles andere nicht passt und erzwungen wirkt. Siehe Das verwunschene Kind

Ich denke aber Harry Potter stellt einen Sonderfall dar. Wenn ich mir z.B. Die Gilde der schwarzen Magier ansehe, möchte ich viel lieber die Reihe Sonea lesen (also das Sequel) als den Einzelband Magie (was das Prequel sein müsste).

An meiner Formulierung merkst du schon, dass ich weder Prequel noch Sequel bisher gelesen habe.
Und damit kommen wir zum eigentlichen Problem. Denn ich lese Prequel und Sequels eher selten. Meist eher von Büchern, die ich zwar mochte, die aber jetzt nicht meine uneingeschränkten Favoriten sind. Ich habe in der Regel nämlich Angst, dass nachgeschobene Bände meinen Eindruck trüben könnten, mir vielleicht die Reihe kaputt machen oder dazu führen, dass ich eine Figur nicht mehr so sehr liebe wie bisher. Oder dass das Buch schlicht weg nicht an seinen Vorgänger herankommt.
Das mag vielleicht albern sei, aber ich denke mir immer, dass es genügend andere tolle Bücher und Geschichten gibt und ich daher nicht unbedingt in einer hängen bleiben muss.

Und zum Abschluss ein kleiner Exkurs auf „die andere Seite“: Alles, was ich bisher gesagt geschrieben habe, trifft auf mich als Leserin zu. Als Autorin sieht das ganz anders aus. Da würde ich am liebsten zu allem was ich schreibe fünf Prequels und Sequels schreiben, einfach weil ich die Figuren nicht loslassen will. Und man kann mir jetzt wirklich nicht vorwerfen ich würde eine Geschichte des Profit wegen weiter ausschlachten – dazu müsste ja erst mal Profit möglich sein. Nein, es ist einfach eine tiefe unerschöpfliche Liebe zu meinen Babys ähm Figuren.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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2 Comments

  1. Kommentare von Der Büchernarr:

    Ja, so ist das, wenn zwei Seelen in der Brust schlagen. :) Als Autor musst Du vielleicht die Geschichte schon vollständig im Kopf haben. So wie George Lucas, der zuerst den dritten Teil eines Filmes gedreht hat oder ein Stephen King, der das Dunkle Turm Unversum die ganze Zeit im Kopf hatte (und vermutlich noch immer hat :D). Das ist sicherlich etwas anderes, als wenn irgendwelche Vor- oder Nachgeschichten nachgeschoben werden, wenn eine Trilogie oder Reihe erfolgreich ist – ich habe hier His Dark Materials 0 als Negativbeispiel angeführt …

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Tja, ich habe meist ja nicht mal die Geschichte die ich gerade schreibe vollständig im Kopf ^^‘
      Bin kein großer Plotter, dass kommt erst irgendwann zwischendurch, nachdem sich beim Schreiben rausgestellt hat, wohin es geht.

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