Montagsfrage: Nervige Klischees?

Sei gegrüßt.

Am Samstag waren wir mit einem Freund im Schwimmbad. Hat Spaß gemacht. So ein Ausflug, mit Freunden war dringend nochmal nötig. Den Sonntag habe ich dann größtenteils mit der Planung meines Blogs verbracht. Donnerstag kommt übrigens doch nicht wie angekündigt eine Rezension. Aus aktuellem Anlass verschiebe ich die mal frech nach hinten.
Aber heute ist ja erstmal Montag. Daher schreite ich jetzt ohne weiteres Vorgeplänkel zur Montagsfrage.

Heute fragt Antonia von Lauter & Leise folgendes:

Welche Klischees haben für euch wirklich ausgedient?

Ich glaube, ich umgehe Klischees im Großen und Ganzen, weil ich mir Bücher sehr genau aussuche. Aber das heißt ja im Umkehrschluss, dass es da Klischees gibt, die ich nicht lesen mag. Ich krame mal in meinen Erinnerungen.

Was mich auf jeden Fall immer total auf die Palme bringt, sind diese ungesunden „Beziehungen“ in Young Adult (YA) Büchern. Du weißt schon, wo sich ein Mädchen in einen Bad Boy verliebt, der sich ihr gegenüber einfach richtig scheiße verhält. Ignorieren oder ähnliches sind hier noch die nettesten Varianten. Sexuelle Nötigung bis hin zur Beinahe-Vergewaltigung habe ich auch schon gelesen. Und dann verliebt sich das Mädchen unsterblich in so einen Kerl? Bitte? Was‘ da los? Ist es zu viel verlangt jungen Frauen ein vernünftiges Bild von einer Beziehung zu vermitteln?

Generell sind ja YA-Romane in den meisten Fällen eine einzige große Ansammlung an Klischees. Vielleicht lese ich das Genre deswegen so ungerne? Oder bin ich mittlerweile einfach zu alt dafür?
Ich meine auch dieses von Mauerblümchen zu Ballkönigin bzw. von Nerd zu Schulschwarm ist doch mittlerweile ein alter Hut, oder? Ich meine im Prinzip thematisiert Aschenputtel doch schon genau das, oder?

Oder diese Love-Stories, wo ein Mädchen (meistens sind die Hauptfiguren hier weiblich) unsterblich in einen Kerl verliebt ist, der unerreichbar ist und sie gar nicht wahrnimmt. Ihr bester Freund – der natürlich heimlich in sie verliebt ist – unterstützt sie und als sie am Ziel ihrer Träume ist, weil der Kerl sie dann aus irgendeinem Grund doch bemerkt, stellt sie fest, dass sie eigentlich schon immer ihren besten Freund geliebt hat.

Ja, ab und zu lese ich auch mal gerne eine Klischee-Geschichte. Einfach weil mein Kopf manchmal Ferien braucht und ich trotzdem lesen möchte. Aber im Allgemeinen versuche ich solche Bücher, wie gesagt, zu umgehen.
Das Problem ist halt einfach: Klischees sind ja nicht umsonst Klischees. Will heißen: Die Geschichten verlaufen total vorhersehbar. Keine überraschenden Wendungen, kein Aha-Erlebnis. Ich kann einfach nicht mitfiebern, weil ich ja weiß was kommt.

Davon abgesehen kann ich mich so überhaupt gar nicht mit den Klischee-Hauptfiguren der Klischee-YA-Romane identifizieren. Ich behaupte jetzt mal, dass ich kein naives Dummchen bin, dass mit sich machen lässt, was immer der Kerl will, weil er ja so gut aussieht. Würg.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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1 Kommentar

  1. Ping von Jay:

    Hallo Marina,

    wie ich deinen Beitrag gelesen habe, musste ich ein paar mal lachen, weil es tatsächlich so ist, wie du es beschreibst. Die Frage ist nur, wie sollen es Autoren*innen anders machen, damit zum Schluss ein Happy End rauskommt, das ja alle irgendwie erwarten? Ich habe dafür auch keine Lösung. Daher habe ich nichts gegen Klischees, solange sie irgendwie interessant umgesetzt werden. Das Problem dabei ist tatsächlich die Vorhersehbarkeit der Geschichte.

    Liebe Grüße
    Jay von „Bücher wie Sterne“

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