Home Office – Eine Betrachtung

Sei gegrüßt.

Es ist zwar nicht direkt ein Beitrag über Corona, aber das Thema „Home Office“ ist wohl in der letzten Zeit für viele deutlich aktueller geworden und insgesamt mehr in den Focus gerückt.
Auch ich bin derzeit im Home Office tätig – und irgendwie hätte ich nie erwartet, dass ich das als Buchhändlerin mal sagen würde. Da wir aber den Laden ja nicht mehr öffnen dürfen, aber weiterhin versenden dürfen, haben wir unsere Tätigkeit eben spontan in den Versandhandel verschoben. Mir, mit dem mit Abstand längsten Arbeitsweg (fast 2 Stunden mit den Öffis für eine Strecke), fiel dabei die Aufgabe der Bestellzentrale zu. Und Bestellzentralen kann man ja problemlos outsourcen, auch in die Eifel.
Heute möchte ich jetzt einfach mal ein bisschen über das Thema „Home Office“ schreiben. Über Voraussetzungen, Vorteile und Nachteile.

Ab ins Home Office, okay? – Die Voraussetzungen

Erste und wichtigste Voraussetzung ist natürlich, einen Job zu haben, der überhaupt im (Home) Office ausgeführt werden kann.
Die meisten handwerklichen Berufe fallen damit schon mal raus. Ein Automechaniker kann sich schlecht mal fix eine Hebebühne ins Wohnzimmer stellen und Autos in die Wohnung fahren.
Aller Office-Berufe sind dafür natürlich prädestiniert. Wer so wie so am Schreibtisch arbeitet, kann das i.d.R. auch zu Hause machen.
Aber auch Jobs, die auf den ersten Blick nicht Home-Office-tauglich sind, können mit ein bisschen Flexibilität und Kreativität funktionieren – z.B. eben BuchhändlerIn. Aber auch LehrerIn fällt mir da ein.

Zum Zweiten muss muss wohl ein Internetanschluss sowie die Möglichkeit zum Telefonieren (ob übers Handy oder Festnetz ist jedem selbst überlassen) vorhanden sein. Arbeitsrelevante Programme oder Kunden- und Kollegenkontakt könnten sonst problematisch werden.
Wenn man natürlich einem analog arbeitenden Autorenkollektiv angehört, dass sich nur Briefe schreibt, geht’s wohl auch ohne Anschlüsse.

Drittens sollte auch zuhause die Möglichkeit gegeben sein, vernünftig zu arbeiten. Ein (Schreib-)Tisch wäre also von Vorteil. Ich halte es für weniger produktiv die Arbeit vom Bett aus zu erledigen. Muss aber letztlich jeder selber wissen.

Friede, Freude, Eierkuchen – Die Vorteile

  1. Kleiderordnung
    Das ist definitiv mein liebster Vorteil. Auf der Arbeit muss ich immer Bluse tragen. Falls du mich kennst: Ich bin eigentlich nicht so der Blusen-Typ.
    Im Home Office kann ich anhaben was ich möchte. Jogginghose und ohne BH ist mein aktuelles Arbeitsoutfit 100 Mal bequemer als sonst.
  2. KollegInnen
    Ich gebe zu: Für mich trifft das überhaupt nicht zu, aber es soll ja Menschen geben, die ihre KollegInnen nicht leiden können. Im Home Office haben diese Leute dann den Vorteil, ihre KollegInnen nicht sehen zu müssen.
  3. Arbeitsweg
    Seien wir mal ehrlich. Aus dem Bett quasi direkt an den Schreibtisch. Kürzer wird es wohl nicht mehr. Länger schlafen, bei Feierabend schneller, sprich direkt, zu Hause. Das hat schon was.

Doch nicht alles eitel Sonnenschein? – Die Nachteile

  1. KollegInnen
    Wie erwähnt, mag ich meine KollegInnen. Ziemlich gerne sogar. Ich finde es schade, dass ich sie aktuell weniger sehe. Das macht das Arbeiten auch gleich viel weniger lustig.
  2. Zu Hause
    Ja, ich weiß, das dieser Punkt erstmal paradox klingt. Aber es hat eben auch Nachteile zuhause zu sein, zumindest bei der Arbeit. Unterlagen, Hilfsmittel o.ä. was man bei der Arbeit sonst ganz automatisch nutzt, sind ggf. nicht zur Hand, da sie auf der Arbeit liegen.
    Du glaubst gar nicht wie sehr mir die Bücher beim Beraten fehlen.
  3. Work-Life-Balance
    Manch einem fällt es schwer nach der Arbeit abzuschalten. Das wird nicht leichter, wenn die Arbeit ins private Umfeld rückt. Wenn man Feierabend hat und die Arbeitsunterlagen liegen immer noch in Sichtweite hilft das ganz und gar nicht.

Hier mache ich jetzt mal Schluss. Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. Drei ober Punkte mit jeweils drei Punkten dazu. Das reicht fürs Erste.
Fällt dir noch ein Vor- oder Nachteil ein, den ich vergessen habe, der aber unbedingt erwähnt werden muss?

Deine
Marina
(DarkFairy)

______
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5 Comments

  1. Kommentare von wortmagieblog:

    Huhu,

    ich bin ganz froh, dass ich nicht im Home Office arbeiten muss. Ich schätze, das wäre nichts für mich, das nähme mir den ganzen Spaß am Zuhause sein. ;)

    Noch ein technischer Hinweis: bei mir wird das Foto aus deinem Arbeitszimmer übergroß ausgegeben und zieht sich deshalb in die Sidebar, ich dachte, das solltest du wissen. :)

    Liebe Grüße,
    Elli

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Sei gegrüßt Elli,

      vielen Dank für den Hinweis.
      Ich kümmere mich drum.

      Glücklicherweise kann ich das gut trennen. Und ein paar positive Aspekte gibt es ja wie beschrieben schon ;)

      Liebe Grüße

  2. Kommentare von DragonDaniela:

    Ich sehe das mit dem Home Office sehr ähnlich. Für die Zeit jetzt ist es ok, aber ich bin echt froh, dass ich irgendwann wieder ins Büro kann.

  3. Kommentare von Tina:

    Liebe Marina,

    mir ist das home office ein Graus. Vor allem, weil ich damit nie gerechnet hätte. Mir fehlen die KollegInnen sehr und bis jetzt versuche ich meinen trott beizubehalten, um nicht aus den Konzept zu fallen.
    Mir fehlt Bewegung, Motivation und auch konzentration zu hause. Daran merkt man wohl, dass ich jemand bin, der die strikte Trennung braucht.
    Mir ist bewusst, dass es wohl noch eine Weile so gehen wird, von daher habe ich zeit mich daran zu gewöhnen und damit vielleicht auch mehr Zuversicht ins Home office zu bringen.

    Liebe grüße
    Tina

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