DarkFairy’s Gedanken 42 – Alles wieder normal?

Sei gegrüßt.

Ich dachte es ist mal wieder Zeit zu einem kleinen Update von mir.
In einer gewissen Art und Weise kehrt bei mir so langsam wieder Normalität ein. Letzte Woche war ich an allen fünf Arbeitstagen im Laden. Das heißt ich fahre wieder mehr Zug. Das heißt, eine ganze Menge meiner Freizeit geht für diese Zugfahrten drauf. Aber ich habe das Gefühl auch wieder produktiver zu werden, als wenn ich die ganze Zeit zuhause hänge.

Eine Zugfahrt, die ist lustig…

Ich lese z.B. endlich wieder mehr. Angefangen hat das Mitte Juni, als ich eine Woche Urlaub hatte. Seitdem habe ich 7 Bücher (davon ein Manga) gelesen. Im Vergleich dazu habe ich im April und Mai zusammen 11 Bücher (davon 9 Manga) gelesen. Während dieser Lockdown-Sache hatte ich einfach keinen Nerv zum Lesen. Auf längere Texte konnte ich mich nicht konzentrieren.
Jetzt lese ich natürlich im Zug wieder viel. Allein letzte Woche habe ich 2 (und den Manga) der 7 Bücher von oben gelesen.

Aber auch anderweitig lässt sich die Zeit im Zug ja bekanntlich gut nutzen. Nein, ich schreibe leider nicht an einem neuen Buch – glaub mir, niemand hätte das lieber als ich – aber immerhin lassen sich auch Blogbeiträge dort gut vorschreiben. Diesen hier habe ich auch im Zug getippt.

Wann kommt denn die Fortsetzung?

Da ich es jetzt schon angesprochen habe: Ich würde wirklich gerne schreiben. Aber das ist bei mir, wie schon an anderen Stellen mehrfach beschrieben, ein durch und durch künstlerischer Prozess. Das klingt in meinen Ohren immer so abgehoben, wenn ich das selbst sage, aber die Art des Arbeitens ist nun mal, in meinem Fall, die eines Künstlers und nicht die eines Handwerkers.

Und das heißt nicht, dass ein Handwerker-Autor schlecht schreiben würde oder so. Himmel, nein! Ich bin der festen Überzeugung, dass man zu einem guten Teil Handwerker sein muss, um vom Schreiben leben zu können. Naja, außer man landet ein mega One-Hit-Wonder.
Handwerker sind Autoren, die sich hinsetzen und schreiben (oft tatsächlich acht Stunden pro Tag, also einen durchschnittlichen Arbeitstag). Autoren, die recherchieren, dann plotten (oder erst plotten, dann recherchieren), dann schreiben.

Mein Schreibprozess ist ganz und gar chaotisch. Ich habe eine Idee und sobald der Funke überspringt, beginnt diese mich von innen heraus aufzufressen. Ich kann kaum noch an etwas anderes denken. Ich vergesse das Essen und schlafe zu wenig. Es ist ein innerer Determinismus, der häufig an Besessenheit grenzt. Ich schreibe, schreibe und schreibe. Erst wenn ich auf ein Problem stoße plotte oder recherchiere ich – und dann auch nur genau so viel, bis das Problem gelöst ist und ich bis zur nächsten Hürde schreibe wie eine Irre.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich werde tatsächlich immer häufiger nach der Fortsetzung gefragt. Ich kann nichts anderes sagen als: Ich habe noch ein paar Ideen (die ich auch fortwährend in meinem Kopf herumwälze), aber ich warte noch auf den zündenden Funken. Solange der nicht überspringt, kann ich nichts machen. Bitte habt noch etwas Geduld. In meinem Kopf stecken noch so viel mehr Elfen und Priester, die Nemus und Quintin beerben werden – und nein, die werden nicht alle zusammen sein!

Also im Prinzip wieder alles normal?!

Auf eine Sache möchte ich nun noch zu sprechen kommen: Corona.
Ich habe dieses Thema so selten wie möglich hier auf dem Blog angesprochen. Aber da es einfach uns alle in einem sehr hohen Maß betrifft, muss das ab und zu halt sein.

Jetzt möchte ich kurz darüber sprechen, wie es ist, wieder regelmäßig Zug zu fahren – also mit Blick auf Corona, und nicht auf meine Zeit-Nutzung – und meine Wahrnehmung der aktuellen Situation.

Ich denke, dass wir Corona in Deutschland tatsächlich ganz gut im Griff haben. Es gibt immer mal wieder Hotspots mit hohen Zahlen an Neuansteckungen und Quarantäne-Fällen (siehe Tönnies oder eine freikirchliche Gemeinde im Kreis Euskirchen). Durch den Lockdown, haben wir es aber geschafft, die durchschnittliche Ansteckungszahl („R“-Zahl, also wie viele Menschen im Schnitt von einem Infizierten angesteckt werden), unter 1 zu drücken, wodurch Infektionsketten i.d.R. wieder nachverfolgbar sind und frühzeitig unterbrochen werden können.

Ob das so bleibt? Keine Ahnung. Ich hoffe es, aber tief in meinem Inneren rechne ich immer noch mit einer zweiten Welle.
Vor allem wenn ich sehe, wie sorglos die meisten schon wieder sind. Und wie viele Menschen zu blöd sind diese verdammte Mund-NASEN-Maske richtig aufzusetzen. Alter, der Zinken gehört da mit rein. Ja, ich weiß, das Atmen ist dann schwerer. Heul doch! Atmen mit Atemgerät ist noch blöder.

Ein Tweet, den ich kürzlich las, trifft es ganz gut: Es gibt Menschen, die vergessen beim Betreten eines Geschäfts, die Maske aufzusetzen. Andere vergessen sie beim Verlassen wieder auszuziehen. Den einen sind ihre Mitmenschen egal, den anderen das Stück Stoff. (Sinngemäß; Leider weiß ich nicht mehr von wem der Tweet stammte. ^^‘)

Ich muss so oft Menschen darauf hinweisen, dass sie bitte eine Maske aufsetzen sollen, wenn sie in den Laden kommen.
Ich habe schon Menschen gesehen, die eine Maske aufsetzen, um in den Zug ein- oder auszusteigen, auf ihrem Sitz die Maske aber ausziehen. Ich meine… was soll das denn?
Und dann gibt es natürlich auch die, die überhaupt keine Maske anziehen. Ätzend. Sozialkompetenz einer Kartoffel.

Was ich eigentlich zu sagen versuche: Nimm weiterhin Rücksicht, halte Abstand und trage im ÖPNV und in Geschäften eine Maske. Eine zweite Welle, ein zweiter Lockdown könnte unser Wirtschaftssystem gänzlich in die Knie zwingen. Und das bedeutet viel gravierendere und langfristigere Probleme als so ein bisschen Stoff im Gesicht.
Mal ganz abgesehen von der Krankheit an sich.

Deine
Marina
(DarkFairy)

Ausblick Nächste Woche entführe ich dich cineastisch nach Tokyo. In eine Izakaya.
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