Mein Senf zu: Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Sei gegrüßt.

Vor kurzem hatte ich so richtig große Lust auf japanische Romane. Ich habe ein paar vom SuB gelesen und mir ein paar gebrauchte (für mich neue) Bücher gegönnt. Eines der Bücher, die ich in Zuge dessen gelesen habe möchte ich dir heute gerne vorstellen.

Allgemeine Infos

KlappentextEckdaten
Ein junger Briefträger erfährt überraschend, dass er einen unheilbaren Hirntumor hat. Als er nach Hause kommt, wartet auf ihn der Teufel in Gestalt seines Doppelgängers. Er bietet ihm einen Pakt an: Für jeden Tag, den er länger leben möchte, muss eine Sache von der Welt verschwinden. Welche, entscheidet der Teufel. Der Briefträger lässt sich auf dieses Geschäft ein…

 Titel  Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden
 Autor  Genki Kawamura
 Verlag  C. Bertelsmann (Random House)
 ISBN  978-3-570-10335-7
 Seiten  192
 Erscheinungsdatum  23. April 2018
 Genre  Gegenwartsliteratur > Unterhaltung / Phantastik
 Preis (Hardcover)  18,- €

Mein Senf

Ich mag japanische Literatur. Irgendwie ist die Erzählweise so ganz anders als bei westlicher Literatur. Ich kann es nicht genau in Worte fassen, aber ich finde, japanischen Romanen wohnt so eine melancholische Grundstimmung inne. Eine Melancholie, die einen sanft in eine lauschig-wohlige Atmosphäre packt und nicht mehr loslässt. Weißt du was ich meine?

„Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden“ ist anders. Klar, da ist so eine gewisse Melancholie – immerhin geht es darum, dass die Hauptfigur bald stirbt – aber trotzdem ist es anders. Die Geschichte ist lustig und skurril. Liegt vielleicht an dem Teufel im Hawaiihemd. Vielleicht liegt es auch am anderen Fokus.
Sehr häufig geht es in japanischen Romanen darum, dass die Hauptfigur ihren Platz in der Welt sucht, um den Konflikt zwischen individueller Entfaltung und gesellschaftlicher Anpassung. Hier geht es mehr um die Frage, was im Leben wirklich zählt, was ein erfülltes Leben ausmacht.

Tatsächlich geht es auch um Katzen, der Titel ist also nicht inhaltsleer gewählt – und ich mag Katzen. Wie auch nicht? Ein flauschiger Knäuel voller Wärme.
Trotzdem ist das Buch definitiv nicht nur für Katzenfans ein Genuss. Mit Witz und eben auch ein wenig Melancholie erzählt Kawamura-san ein tolle Geschichte, deren einziges Manko für mich persönlich ihre Kürze war.

Deine
Marina
(DarkFairy)

Ausblick Oh man… wenn ich das nur schon wüsste…
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