Montag ohne Frage – Ungelesen verschenken?

Sei gegrüßt.

Manchmal kommt es vor, dass es – aus welchem Grund auch immer – keine Montagsfrage gibt. Oder dass mir die Montagsfrage so gar nicht zusagt.
Es ist schwer völlig spontan einen Beitrag zu schreiben, daher habe ich für diesen Fall ein paar Beiträge vorbereitet. Manchmal beantworte ich eine Montagsfrage, die ich ursprünglich verpasst habe – wodurch der Titel „Montag ohne Frage“ nicht mehr ganz passt – manchmal stelle ich ein Cover vor oder ich erzähle von einem Buch. Denn das Thema Bücher bleibt das Thema für den Montag – Montagsfrage hin oder her. Dies ist ein dieser Beiträge.

Heute möchte ich eine Montagsfrage nachholen, die ich verpasst hatte. Die Frage stellte Antonia ursprünglich am 04. Mai 2020. Sie wollte folgendes wissen:

Verschenkt ihr Bücher auch, wenn ihr sie selbst nicht gelesen habt?

Ja, aber selbst-vertürlich!
Ich verschenke sehr gerne Bücher – und das an sehr unterschiedliche Leser/innen. Da kann ich nicht alles vorher lesen.
Mein Papa z.B. ist begeisterter Krimileser. Ich dagegen nicht so sehr. Wenn ich die Bücher vorher gelesen haben müsste, müsste ich ihm dreimal hintereinander das Gleiche schenken…

Mir kommt aber natürlich mein Beruf zu Gute bei der ganzen Sache. Ich verschenke Bücher, die ich nicht kenne, genauso wie ich ja auch Bücher verkaufe, die ich nicht kenne. Und ich darf von mir behaupten, dass ich ganz gut bin in dem was ich tue.
Man hört viel über verschiedene Bücher von KollegInnen und KundInnen. Verlagsvertreter, Vorschauen und viele Personen/Dinge mehr tragen dazu bei, sich einen Überblick zu schaffen.
Aber v.a. auch Autor/in oder Verlag geben sehr gute Hinweise darüber, wie ein Buch einzuordnen ist.
Außerdem suche ich für mich ja auch nach Klappentext aus. Ich suche mir ja nicht nur Bücher aus, die ich schon kenne. .oO(Wäre auch ziemlich witzlos…)

Ich finde es nicht wichtig, dass man ein Buch, das man verschenkt, gelesen hat. Es muss zum Beschenkten passen, nicht zu mir.
Als Buchhändlerin ist es meine Aufgabe genau das passende Buch für mehr oder weniger fremde Menschen zu finden – dann sollte das bei Familie und Freunden ja wohl leicht sein.

Deine
Marina
(DarkFairy)

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2 Comments

  1. Ping von Der Büchernarr:

    Hallo Marina,

    ich halte es ähnlich wie Du und nehme mir in solchen Fällen einfach eine andere Frage vor – ich habe heut nicht ganz so weit zurückgeschaut (was die Frage betrifft) und dann aber doch (was den Beitrag betrifft) ;)

    Viele Grüße
    Frank

  2. Ping von Caro:

    Hallo Marina,

    Ich seh das genauso wie du. Wenn man die Person kennt für die man kauft, dann kann man nach Klappentext doch sehr gut vorgehen.
    Auf der anderen Seite: Ich bekomme lieber lieber Gutscheine für Bücher, die ich mir dann selber aussuche (außer von meinen zwei Besten, die kennen mich einfach zu gut und dürfen mir auch Bücher schenken :D ) Ich bin super wählerisch. Nicht was den Anspruch angeht, aber Storylines packen mich, oder eben nicht. Und wenn nicht, dann fällts mir oft auch schwer rein zukommen. Aber ich freu mich trotzdem über Bücher. Manchmal schaut man sie sich JAhre später nochmal an und dann findet man vielleicht doch gefallen daran :)

    Viele Grüße
    Caro

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