Mein Senf zu: Powerwolf – Preachers of the Night

Seid gegrüßt.

Wie ihr dem Titel entnehmen könnt ist heute (endlich) mein vorbestelltes, neues Powerwolf Album geliefert worden. Ich liebe vorbestellen bei Amazon 😀 Offizielles Erscheinungsdatum ist nämlich der 19.Juli, also Morgen.

Das heißt ihr könnt jetzt hier ganz exklusiv und vorab meinen Senf zu Preachers of the Night lesen:

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Artikel + Album = DarkFairy happy

Das neue Album umfasst 11 Titel, die insgesamt eine Spielzeit von rund 45 Minuten haben (+ 21 Minuten Bonus CD). Dazu gibt es in der Limited Mediabook Edition,  die ich mir gekauft habe (*schnüff* für mehr reicht leider mein Studentenbuget nicht), noch eine Bonus-CD mit 4  dieser Lieder in Orchester-Versionen (unten mit * gekennzeichnet).
Mein erster Eindruck war, dass dieses Album im Vergleich zu den anderen irgendwie ruhiger ist. Genauer betrachtet habe ich allerdings mittlerweile nach dem dritten Hören keine Ahnung mehr, warum ich diesen Eindruck hatte. Was aber vom ersten Eindruck auf jeden Fall bestehen bleibt, ist die Tatsache, dass die einzelnen Lieder besser… hmm… „zusammenpassen“ ist nicht ganz das richtige Wort… naja… wenn man das Album am Stück hört, sind die Übergänge eher sanft fließend (nachdem mein Freund mir sprachlich ausgeholfen hat, hab ich mich für „fließend“ als passenden Begriff entschieden 😉 ). Beim Ersten hören habe ich hin und wieder gar nicht mitbekommen, dass das Lied gewechselt hat.
Nichts desto trotz hat jedes Lied seinen eigenen Reiz. In jedem Titel habe ich persönliche Höhepunkte entdeckt. Deswegen jetzt mal zu den einzelnen Titeln:

I. Amen & Attack (*) – 3:55
Gute Wahl für den ersten Track. Und das beste Beispiel dafür das das Album nicht ruhiger ist als die anderen. Man hat gleich zu Beginn den Eindruck: „Los geht’s. Nehmen wir das (neue Album) in Angriff. Auf in den Kampf.“ Amen & Attack sag ich nur.
Dazu gibt es auch ein Video, wie aufmerksame Leser ja schon wissen, denn *hier* hab ich das direkt mal gebloggt 😉

II. Secrets Of The Sacristy – 4:08
So, zu diesem Lied schreib ich das letzte Stück (nicht verwirrt sein, das hab ich halt als letztes geschrieben…), weil mir vorher nichts einfallen wollte. Das Problem ist: Mir fällt immer noch nicht so richtig was ein. Ich hab einfach nicht genug Ahnung von Musik. Aber ich weiß, dass die Gitarrenparts echt gut klingen hier. Und ich mag den Refrain besonders.
(Nur für den Fall, dass jemand nicht weiß, was eine Sakristei ist: Das ist der Raum, in dem Priester und Messdiener sich für die Messe fertig machen und wo Bücher, Gewänder und der ganze Kram aufbewahrt wird.)

III. Coleus Sanctus (*) – 3:45
Gleichwohl epischer klingend ist Coleus Sanctus vom selben Schlag Lieder wie Resurrection By Erection. Ja… doch, man kann sagen, dieses Lied ist episch – zumindest rein von der Musik her. Textlich… naja, man kann wohl darüber streiten wie viel Epik in einem Titel wie „Heiliger Hodensack“ steckt, weil genau das bedeutet Coleus Sanctus nämlich übersetzt. Aber wie meine Freundin Poison und ich schon im Chat schrieben:

Poison: Weißt du was Coleus heißt? Ich hab grad nachgeguckt… das heißt Hodensack…
Ich: Ja… ähm… was soll ich dazu sagen?
Poison: Typisch Powerwolf?!

IV. Sacred & Wild – 3:41
Auch einer der etwas „zackigeren“ Titel und ich glaube, einer meiner liebsten der neuen Songs. Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie hat mich dieses Lied gleich von Beginn in seinen Bann gezogen. Es passt einfach alles (gut, das ist bei vielen Powerwolf-Liedern der Fall 😉 ): Die Melodie, der Gesang, der Text. Gefällt mir einfach.

V. Kreuzfeuer (*) – 3:47
Uuuwah… Gänsehaut! Attila singt diesen Song auf Deutsch. Keine Angst nicht Gänsehaut, weil es so schlimm klingt, nein eher im Gegenteil! Hammer O.O Der Song kommt dunkel und grollend daher, wie ein nahendes Gewitter, das von geladener Atmosphäre nur so strotzt. Das wär ein geiler Song für Wacken m/ Auch einer meiner Lieblinge.

VI. Cardinal Sin (*) – 3:47
Auch ordentlich Tempo.  Ich bin ja ein Fan dieser Choralpassagen. Auch hier (zwischen dem letzten Refrain und dem Schluss) ist eine solche Passage. Sehr stimmig platziert.

VII. In The Name  Of God (Deus Vult) – 3:16
Gefällt mir wirklich, wirklich gut. Flott, aber trotzdem auch tragende Passagen. Ein bisschen Latein (jaha… da steh‘ ich drauf :P) Mein lieber Falk spielt hier ganz tolle Stellen, so schnell das ich wieder weiß warum ich kein Instrument spiele…

VIII. Nochnoi Dozor – 3:46
Ich frage mich die ganze Zeit was Nochnoi Dozor eigentlich heißt. Ich hab mal ein bisschen recherchiert und bin darauf gestoßen, dass das Buch Wächter der Nacht von Sergei Lukjanenko auf russisch wohl so heißt wie dieses Lied. Aber ob da tatsächlich ein Zusammenhang besteht… falls das jemand besser weiß als ich, dann bitte ab in die Kommentare damit 😉
Das Lied ist aber vom Klang schon irgendwie episch. Attilas einmalige Stimme trägt den Hörer zu Beginn „into the taiga“ ;), zu einem Spektakel aus marschierenden Gitarrenriffs, stimmungsvoller Orgelbegleitung und noch mehr von Attilas grandiosem Gesang.

IX. Lust for Boold – 3:55
Textmäßig ist das Lied, wohl das was vor We Drink Your Blood steht *hust – Achtung schlechter Scherz*.  Würde sich auch live gespielt sehr gut machen denk ich. Das ist so richtig was zum Mitgröhlen und Haaredurchschütteln 😉

X. Extatum Et Oratum – 3:56
Auch dieses Lied wieder eines meiner Highlights auf diesem Album.  Aber auch dieser Titel gibt mir Rätsel auf. Oratum heißt „(die) Bitte“. Extatum weiß ich wieder mal nicht. Aber falls ihr es wisst, wisst ihr was zu tun ist, denn Titel wie Coleus Sanctus lehren uns, dass man mal gucken sollte, was man unter Umständen auch außerhalb von Metalfestivals mitsingt 😉 .

XI. Last Of The Living Dead – 7:42
Dieses Lied ist wirklich etwas ruhiger. Der Sound ist schwer und tragend. Für mich ein perfekter Closer für ein Album.

Also alles in Allem gebe ich diesem Album so viele Punkte, wie möglich sind (wer hätte das gedacht *hust*). Ich habe es ja jetzt schon ein paar Mal durchgehört seit heute Mittag. Ich bin sehr davon angetan. Ein Muss für jeden, der gerne gepflegten Powermetal hört und gerne auch mal andere Elemente als Gitarren dabei hat: Sprich Orgel und klassischen Gesang. Naja und für alle Powerwolf-Fans besteht ja sowieso Kaufpflicht 😉 . Eben ein Album in typischer Powerwolf-Manier, ohne dabei irgendwie verbraucht zu klingen. Genau genommen das beste Album bisher, wie ich finde.
Ach, und das Cover sieht auch mal wieder top aus.

Ach, bevor ichs vergesse: Die Chor- und Orchester-Versionen. Auch wieder sehr, sehr fein. Fand es schon bei Blood Of the Saints super, dass es diese Bonus-Versionen gab. Klingt wieder mal… woah… falls ihr versteht was ich meine. Die vier Songs (s.o.) die es hier nochmal ganz anders zu hören gibt, hören sich auch echt gut an, wenn Attila sie nicht selber singt.
Allerdings finde ich die Vorstellung, wie ein großer Chor mit jede Menge „älterer“ Herrschaften (na irgendwie so wie man sich einen Chor halt vorstellt) in einer Kirche steht und voller Imbrunst „Heiliger Hodensack“ singt, irgendwie witzig.

Ahhhh…. tolli-tolli-toll-toll, das neue Album ist endlich da *rumhüpf*…

Sorry kurz meine Coolness verloren 😛

Eure
DarkFairy

P.S.: Als ich sagte, dass ich das Album vorbestellt habe, habe ich ja schon „angedroht“, dass ich eine Lobhudelei schreiben werde. Da… bitte schön 😀

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