Samhain – All Hallows eve

Seid gegrüßt.

Heute ist Halloween. Eigentlich wollte ich dazu nichts schreiben, aber im Radio ging es heute Morgen auch um dieses Thema. Gut, bietet sich ja auch an. Allerdings ärgert es mich ein bisschen, dass sich so wenig Menschen damit beschäftigen, was sie da eigentlich feiern.
Schon früher, als ich selber mal zu „Süßes-oder-Saures“ aufgebrochen bin, habe ich den Leuten an der Tür erklärt, dass es eben nicht eine bloße Feiertagserfindung der Industrie ist – und schon gar nicht von den Amis stammt…

Halloween ist nämlich ein Fest, das ürsprünglich aus Irland stammt und von dort nach Amerika kam. Es gibt eindeutige Bezüge zu Samhain. Samhain ist eines der großen irisch/keltischen Feste. Ebenso ist es einer von den vier großen Hexensabbaten und wird auch im Wicca als hoher Feiertag begangen.

An All Hallows‘ Eve – der alte Name von Halloween, also schlicht dem Abend vor Allerheiligen 😉 – verschwimmen nach altem Glauben die Grenzen zwischen unserer Welt und den Anderswelten, auch der der Welt der Toten. So sollen in der Nacht vom 31.Oktober auf den 1.November die Toten zurückkehren. So kam es, dass die Leute das Haus nur verließen wenn es unbedingt sein musste. Dabei verkleideten sie sich selber als Geist – um sich zu tarnen quasi.

Jack O’Lantern

Ein weiteres Merkmal von Halloween – neben den Verkleidungen meine ich – sind die Kürbislaternen. Im Englischen Jack O’Lantern, also etwa Jack mit der Laterne. Dazu gibt es eine irische Legende.

Vor langer Zeit lebte in Irland ein Hufschmied namens Jack. Am Abend vor Allerheiligen saß der geizige und trunksüchtige Jack in seinem Dorf in einer Kneipe, als plötzlich der Teufel neben ihm stand, um ihn zu holen. Jack bot ihm seine Seele an für einen letzten Drink. Der Teufel hatte nichts dagegen, ihm einen letzten Drink zu spendieren, stellte aber fest, dass er keine Münze zur Hand hatte. So verwandelte er sich selbst in eine Sixpence-Münze, um den Wirt zu bezahlen. Jack aber steckte die Münze schnell in seinen Geldbeutel und verschloss ihn fest. Und weil er im Geldbeutel ein silbernes Kreuz bei sich trug, konnte der Teufel sich nicht zurückverwandeln. Jack handelte mit dem Teufel: Er ließ ihn frei und der Teufel versprach, dass Jacks Seele noch zehn Jahre frei sein solle.

Als die zehn Jahre um waren, kam der Teufel abermals in der Nacht vor Allerheiligen zurück, um Jack zu holen. Dieser bat ihn erneut um einen letzten Gefallen: Seine Henkersmahlzeit solle ein Apfel sein, den der Teufel ihm pflücken solle. Der Teufel tat ihm den Gefallen und kletterte auf einen Apfelbaum. Jack zog blitzschnell sein Messer und schnitzte ein Kreuz in die Rinde des Baumes; der Teufel war auf dem Baum gefangen. Jack handelte abermals mit dem Teufel: Er entfernte das Kreuz, und der Teufel versprach, Jacks Seele bis in alle Ewigkeit in Ruhe zu lassen.

Nachdem Jack viele Jahre später starb, bat er im Himmel um Einlass. Da er in seinem Leben nicht gerade ein braver Mann gewesen war, wurde er abgewiesen. Er wurde zu den Höllentoren geschickt. Aber auch dort wurde ihm der Eintritt verwehrt, weil der Teufel ja sein Versprechen gegeben hatte, niemals Jacks Seele zu holen. Der Teufel schickte ihn zurück, woher er gekommen war – und weil es so dunkel, kalt und windig und der Weg so weit war, bekam der Teufel Mitleid und schenkte Jack eine glühende Kohle direkt aus dem Höllenfeuer. Jack steckte die Kohle in eine ausgehöhlte Rübe, die er als Wegzehrung mitgenommen hatte. Seitdem wandelt seine verdammte Seele mit der Laterne am Vorabend von Allerheiligen durch die Dunkelheit.

Quelle: Jack O’Lantern – wikipedia.de

Über Halloween gibt es noch viel mehr zu erzählen, aber für einen Beitrag außer der Reihe möchte ich euch ja jetzt nicht ewig zu texten. Mir ging es darum wenigstens kurz zu erklären woher dieser Brauch eigentlich stammt, was der Sinn dahinter war.
Auch andere Blogger haben sich schon mit diesen Thematiken auseinander gesetzt:

Ach, und zum Abschluss noch einen Halloween-igen Song:

Der Song ist aus Tim Burtons Film „Nightmare before Christmas“. Allerdings ist hier das eine Cover-Version von Marilyn Manson. Einfach weil mir die Version noch besser gefällt. Außerdem ist Manson allein schon Halloween genug O.o Die Version von Marilyn Manson ist leider nicht mehr online. Daher jetzt das Original.

Eure
DarkFairy

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Bildquelle:
Jack O’Latern: Entnommen von Wikipedia, Benutzer: Toby Ord; This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.5 Generic license.
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4 Comments

  1. Kommentare von Paleica:

    ich ärgere mich auch immer ein bisschen drüber, wenn die kommerzialisierung dazu führt, dass zwar alle wie die lemminge einem trend nachrennen, aber keine ahnung haben, was sie da eigentlich tun…

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