Noch ein Bier-Fest 2015

Seid gegrüßt.

Vergangenen Samstag war ich gemeinsam mit Poison, meinem Freund und meiner Schwester auf dem ersten „Noch ein Bier-Fest“ in Gelsenkirchen. So richtig Lust hatten wir nicht wirklich. Lag vor allem am Wetter – war ja Open Air. Aber wir sind natürlich trotzdem gefahren – hatten ja auch schon die Karten bezahlt.
Außerdem: Immer positiv Denken.
Es regnet nicht in Gelsenkirchen. Es hört gleich auf. Sobald erstmal eine Band spielt wird es besser.

Alles positive Denken hat aber nichts genützt und so standen wir bei Regen erst mal fast eine Stunde an und durften unseren Proviant wegwerfen, bevor wir überhaupt auf dem Gelände waren. Das war schon mal sehr ärgerlich. Das Konzert sollte ja knapp 9 Stunden dauern und das Essen auf dem Gelände war sehr teuer.
Und ein Sicherheitsaspekt liegt hier auch nicht zugrunde. Ich meine, was soll ich denn mit ’ner Tüte Milchbrötchen anfangen. Bis ich damit jemanden erschlagen habe, nehm ich doch lieber meine Hand. Soll ich die jetzt auch draußen lassen?!

Als erste Band spielte dann Bloodbound. Ich glaube, gesehen habe ich von denen gar nichts. Und an das Gehörte erinnere ich mich kaum. Sie waren wohl nicht in der Lage meine miese Laune wegen des Regens aufzubessern. *schulterzuck*

Als nächstes spielten Civil War. Auch live klingt der Sänger seltsam. Irgendwie hat der so eine quäkige Stimme. Wir haben uns auch diese Band dann also nicht vollständig angehört.

Wir haben uns stattdessen trotz der gesalzenen Preise etwas zu essen gekauft. Ich glaube in erster Linie wollten wir einfach irgendetwas Warmes haben. Wir waren nämlich mittlerweile trotz Regenkleidung leicht durchnässt und uns wurde kalt.

PW aus der MengeGestärkt, aber immer noch nass und verfroren haben wir uns dann wieder ins Amphitherater gewagt.
Korpiklaani spielte nun auf. Und endlich – endlich – stieg die Laune. Die Finnen wissen wie sie den Leuten mit ihrem „Sauf-Metal“ einheißen. Und scheinbar wissen sie auch, wie sie dem Wetter einheißen, denn der Regen hatte endlich nachgelassen.

Das Wetter hielt sich von da an auch halbwegs. Nur einzelne Schauern versuchten uns die Laune wieder zu vermiesen, aber gegen Powerwolf, die jetzt auftraten, hatten alle Regenwolken keine Chance.
Gemeinsam mit Julez unserem Mongolen ohne Mongolenzöpfchen, Annikrasch’ka, unserer Fanclub-eigenen Nonne und ihrem Priester, haben wir ordentlich dem Wolf gehuldigt. Und wie erwartet konnten auch die neuen Songs live absolut überzeugen.
Allerdings muss ich unserer Nonne Recht geben: Der neue Bühnenaufbau ist irgendwie doof. Falk hüpft nur noch hinten rum 🙁

Den krönenden Abschluss dieses Tages bildete Sabaton.
.oO(Wenig Verwunderlich bei dem Namen „Noch ein Bier-Fest“ Sabaton Open Air…)
Ihr längster Open Air Auftritt – bin mir nicht mehr sicher ober insgesamt oder nur in Deutschland – hat auf jeden Fall mega viel Spaß gemacht. Egal ob auf Englisch oder Schwedisch – die Herrn wissen wie man rockt. Außerdem bieten sie neben genialem Powermetal auch gleich eine Stand-Up-Comedy-Show.
Und nackte Keyboarder. Ja, ihr habt richtig gelesen. Nackte Keyboarder. Ein ehemaliges Bandmitglied hatte sie bei einem der älteren Songs unterstützt und anschließend blank gezogen. Ich fand’s irgendwie witzig. Hatte aber auch meine Brille nicht auf 😉 Joakim wollte das Bild aber dann doch lieber aus den Köpfen der Menge bangen und hat einen Song nach dem anderen raus gehauen.
Ein Highlight – im wahrsten Sinne des Wortes *hihi* – war dann als Sabaton bei „A Lifetime of War“ um leuchtende Unterstützung des Publikums bat. Es ist sowieso immer der Hammer in der Menge zu stehen und zu sehen, wie all diese Menschen zu einer Einheit werden, aber das sah echt megamäßig aus (s. Video).

Mein Fazit also:
Ich sage immer seit Wacken 2012 habe ich ein anderes Verhältnis zu Regen. Habe ich auch. Aber bei Open Air Konzerten ist der einfach kacke. Aber Powerwolf und Sabaton waren trotzdem genial – wie immer, sodass es sich letztlich doch gelohnt hat, bei dem Wetter auszuharren. Das wurde uns Fans übrigens von beiden Bands auch hoch angerechnet 🙂
Außerdem war es toll die Anderen noch mal zu sehen.
Leider hab ich aber unsern Chef und seine Pfoten gar nicht zu Gesicht bekommen…

Eure
DarkFairy

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3 Comments

  1. Kommentare von wortmagieblog:

    Huhu 🙂

    Regen bei Open Air Konzis ist scheiße. Da gibt es nichts zu beschönigen, das ist einfach so. Ich erinnere mich an ein Force Attack (Festival), auf dem ich den Tränen nahe war, weil der Regen meinen sorgsam aufgestellten Iro zerstört hat, den ich vorher in mühsamer Kleinstarbeit gefärbt hatte (blond mit Regenbogen-farbenen Spitzen – sah aufgestellt Hammer aus). Aber es freut mich, dass du an den Bands trotzdem noch Freude hattest. 😉
    Zum Thema Essen: da geht es nicht um die Sicherheit, da geht es um Profit. Niemand rechnet damit, dass du jemanden erwürgst, indem du der Person Milchbrötchen in den Hals stopfst. (Ich muss ein bisschen lachen bei der Vorstellung 😀 ) Es geht einzig und allein darum, dass die wollen, dass du auf dem Gelände isst und trinkst und nicht dein eigenes Lunchpaket verzehrst. Du sollst Geld ausgeben. Das ist ebenfalls Mist, aber leider haben die Veranstalter das Hausrecht und können solche Vorschriften erlassen. -.-

    Viele liebe Grüße,
    Elli

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      Hey,

      Den Iro hätt ich gern gesehen 🙂
      Und im Prinzip weiß ich das mit dem Essen. Aber bisher war das auf Festivals nie ein Problem. Da ging es sonst immer nur um Flaschen. Hatte also doch mehr von einem Konzert als von einem Festival…

      Liebe Grüße
      Fairy

      • Kommentare von wortmagieblog:

        Wenn ich eines schönen Tages meine externe Festplatte hab reparieren lassen, zeig ich dir gern mal ein Foto. 🙂

        Stimmt. Ich finde auch, dass die Bierpreise auf Konzis zum Teil mittlerweile richtig unverschämt sind. Letztes Jahr bei Volbeat hab ich für ein Bier fast 10€ bezahlt, mit Becherpfand. Ohne Becherpfand waren es etwa 7€. Ich war stinksauer.

        LG
        Elli

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