Pingus – oder auch Pinguine genannt :D

Seid gegrüßt.

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Humboldt- Pinguine (Zoo Neuwied)

Wie ihr seht, widme ich mich heute noch mal einem Themenwunsch. Heute gehts um Pinguine gewünscht von Wusel.
(Keine Angst Swampfox, deine finde ich auch sehr gut, aber für das Gut/Böse- Thema muss ich mir noch was einfallen lassen wie ich das mache 😉 )

Also Pinguine sind eine Gruppe von flugunfähigen Vögeln die (nur) auf der Südhalbkugel beheimatet ist. Insgesamt gibt es 17  Arten in sechs Gattungen. Drei Arten werden als vom Aussterben bedroht eingestuft, sieben weitere als gefährdet.
Pinguine entstanden bereits auf der Südhalbkugel, auf der Nordhalbkugel wurden nie Pinguinfossilien gefunden. Wie allerdings das Erscheinungsbild der Pinguine entstanden ist, weiß man nicht. Schon die ersten Fossilen von vor 55 Mio. Jahren zeigen die typischen Pinguinmerkmale. Die ersten „modernen“ Pinguingattungen tauchten allerdings „erst“ vor drei Mio. Jahren auf. Die höchste Artenvielfalt wurde ebenfalls im Tertiär (von vor 65 Mio. Jahren – vor rund 2,6 Mio. Jahre) erreicht. Damals gab es auch Pinguine, die bis zu 1,70m groß wurden.

Heutige Pinguine reichen je nach Art von 30cm bis zu 1,20m Körpergröße, dementsprechend unterscheiden sich Pinguine in Größe und Gewicht sehr stark. Dagegen ist das Gefieder bei fast allen Arten auf dem Rücken Schwarz bis Blaugrau und auf dem Bauch weiß. Jungtiere haben meist ein graues oder braunes Gefieder. Sie können über 25 Jahre alt werden.

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Humboldt- Pinguine (Zoo Neuwied) beim Schwimmen

Durch seine Stromlinienform und die zu schmalen, kräftigen Flossen umgestalteten Flügel ist der Pinguin perfekt an ein Leben im Meer angepasst. Allerdings haben Pinguine, anders als andere flugunfähige Vögel (wie z.B. Strauß) einen stark ausgebildeten Kiel auf dem Brustbein (das ist so was wir ein knöcherner Kamm) und daran ansetzend kräftige Flügelmuskulatur. Die Flossen weisen eine große Festigkeit auf, bedingt dadurch, dass Ober- und Unterarmknochen geradlinig und steif verbunden sind. Ein weiterer Unterschied zu anderen Vögeln ist der, dass die Knochen bei Pinguinen dicht und schwer und nicht hohl sind.
Anders als viele glauben, besitzen Pinguine tatsächlich Kniegelenke, allerdings sind diese starr. Des Weiteren sind die Oberschenkel sehr kurz und die Beine sind stark nach hinten versetzt. Durch die versetzten Beine ist der Pinguin in der Lage aufrecht zu gehen.

Clevererweise hat sich die Evolution auch was einfallen lassen, damit die armen Tierchen nicht erfrieren bzw. Überhitzen (für die, die in den Tropen leben):

  • Zur Isolation: Eine 2 – 3cm dicke Fettschicht, über der sich drei wasserdichte Schichten von kurzen, dicht gepackten und gleichmäßig über den ganzen Körper verteilter Federn befinden. Zwischen den Federschichten wird noch zusätzlich Luft eingeschlossen.
  • Die Gliedmaßen werden mittels Gegenstromprinzip mit Blut versorgt. D.h. das wärmere, in die Gliedmaßen fließende Blut gibt seine Wärme aufgrund der räumlichen Nähe der Blutgefäße an das kühlere, zurückfließende Blut ab.
  • In den Tropen: Damit die Wärme leichter abgegeben werden kann, sind die Flossen verbreitert. Außerdem ist das Gesicht nicht vollständig mit Federn bedeckt. Manche Arten sind sogar nur abends oder nachts aktiv.

Wenn Pinguine in wärmeren Regionen vorkommen, dann nur, wenn dort Kaltwasserströmungen (z.B. der Humboldt- Strom an der Westküste Südamerikas) vorhanden sind, denn der Pinguin ist nichtsdestotrotz ein Kälte liebender Vogel.

Da der eigentliche Lebensraum der Pinguine das offene Meer ist, weisen sie eine scharfe Sicht unter Wasser auf, wohingegen sie an Land leicht kurzsichtig sind. Das ist aber nicht wirklich ein Problem, da Pinguine nur zum Brüten und zur Mauser (also zum Federwechsel) an Land zurückkehren. Dabei entfernen sich verschiedene Arten z.T. mehrere hundert Kilometer vom Ozean, um zu ihrern Brutgebieten zu gelangen.
Während ihr Gang an Land ja bekanntlich recht watschelnd ist, können z.B. Kaiserpinguine teilweise länger als 18 Minuten tauchen. Dabei erreichen sie Tiefen von mehr als 530m. Um ihre Tauchzeit zu verlängern, sind v.a. Großpinguine in der Lage ihren Herzschlag beim Tauchen zu verlangsamen, sodass der Sauerstoffverbrauch sinkt.

Pinguine ernähren sich ja nach Größe von Fischen, Krebstieren wie Krill oder kleinen Tintenfischen. Sie jagen auf Sicht und verschlucken ihre Beute sofort. Durch spezielle Salzdrüsen oberhalb der Augen, wird überschüssiges Salz ausgeschieden, sodass Pinguine ihren Wasserbedarf hauptsächlich aus dem Meer heraus decken.

Wann Pinguine sich das erste Mal fortpflanzen hängt von der Art und dem Geschlecht ab.
Aber zur Fortpflanzung habe ich einen Artikel bekommen (danke an meine fleißige Rechercheassistentin ;)), den ich euch hiermit empfehlen möchte, echt super interessant: Zensierte Wissenschaft: Der Pinguin, ein ganz perverser Vogel
Nach der Kopulation (also dem Sex auf gut Deutsch 😉 ), bei der das Männchen auf dem Rücken des Weibchens balancieren muss, legt dieses ein bis zwei Eier (je nach Art). Z.B. brüten Kaiser- und Königspinguine nur ein Ei aus – und zwar auf ihren Füßen.

Zum Brüten finden sich Pinguine in Kolonien zusammen, die bis zu 5 Mio. Tiere umfassen können.

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Humboldt- Pinguine (Zoo Neuwied)      Der Gang ins Wasser

Verschiedene Tiere, wie z.B. Robben, Orcas oder Haie, jagen Pinguine. Da besonders Robben häufig vor Brutkolonien im flachen Wasser patrouillieren, zeigt sich bei Pinguinen ein Verhalten, das wirkt als hätten sie Angst vor Wasser. Bevor sie Losschwimmen, nähren sie sich in kleinen Gruppen dem Ufer, bis irgendwann einer den Mut fasst und ins Wasser springt. Das ganze kann bis zu einer halben Stunde dauern.

Außer ihren natürlichen Feinden, werden auch Pinguine (wie so viele Tiere) vom Klimawandel und vom Menschen bedroht. Sei es durch auslaufendes Öl oder die kommerzielle Fischerei, ohne den Mensch ging es vielen Pinguinen besser.

Pinguine sind sehr neugierig und haben oft auch keine Angst vor Menschen. Hier bei uns, gibt es Pinguine natürlich nur im Zoo. Verschiedene Zoos bieten sogenannte Pinguinmärsche an. Dabei werden die Vögel aus ihrem Gehege gelassen, damit sie (unter Aufsicht von Tierpflegern) ein bisschen durch den Zoo watscheln können. Z.B. in Münster kann man dieses Spektakel bestaunen.

[vgl. Quelle: wikipedia.de]

So das war’s jetzt aber (endlich). Ich hoffe ich habe deinen Wunsch zufrieden stellend erfüllt Wusel. Das hier ist ein mehr oder weniger kleiner Querschnitt durch die Welt der Pinguine.

Eure
DarkFairy

P.S.: Ich nenne diese possierlichen Tierchen übrigens auch gerne liebevoll Piwugine 🙂

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1 Kommentar

  1. Kommentare von Wusel:

    PINGUUUUS!^____^

Eigenen Senf dazu geben

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