Interview mit/with Joe Abercrombie (Bilingual)

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Joe Abercrombie (Bild: (c) Lou Abercrombie)

Seid gegrüßt.

Am Welttag des Buches hatte ich euch ein Interview mit einem meiner Lieblingsautoren präsentiert. Ich hatte euch aber außerdem erzählt, dass sehr wahrscheinlich noch ein weiteres Interview kommen würde. Tja, hier ist es nun. Hier ist das Interview mit meinem zweiten Lieblingsautor: Joe Abercrombie.

DarkFairy: Du kannst einen Tag mit einem deiner Charaktere verbringen. Wen wählst du und warum? Was möchtest du unernehmen?

Joe Abercrombie: Meine Charaktere sind in der Regel ein ziemlich scheußlicher Haufen. Nehmen wir an, ich würde einen Tag mit Bayaz verbringen und Menschen besuchen, die mich in der einen oder anderen Art und Weise im Laufe der Jahre aufgeregt haben. Da ist ein Kerl, der die Dinge wirklich erledigen kann

DarkFairy: Warum schreibst du Fantasy? Was machten den Reiz dieses Genres für dich aus?

Joe Abercrombie: Nun, es ist etwas, wovon ich viel lese und was ich als Kind geliebt habe. Und obwohl ich auch alles andere gelesen habe, stellte sich mir nie die Frage, ob ich etwas anderes schreiben will. Für mich war klar, dass ich Fantasy schreiben möchte. Ich mag die Tatsache, dass man nicht sehr detalliert recherchieren muss, aber die Möglichkeit hat, alle Elemente von verschiedenen Orten und aus verschiedenen Zeiten zu mischen, um das zu erschaffen, was man sich vorstellt. Ich mag die Tatsache, dass man nicht penibel realistisch sein muss, sonder übertreiben und überlebensgroße Charaktere und Situtionen haben kann. Ich mag es, dass es ein Genre mit einer Menge klassischer Charakteren, Umgebungen und Handlungen ist, das dir den Spielraum bietet neue Dinge nach bewährten Mustern zu machen, um so den Leser zu schockieren und zu überraschen. Das war schon immer etwas, dass ich selbst als Leser sehr genieße.

DarkFairy: Liest du selber (viel)? Was ist dein Lieblingsgenre als Leser?

Joe Abercrombie: Früher habe ich viel gelesen, aber heute nur noch wenig. Und das meiste, was ich lese sind Sachbücher – hauptsächlich geschichtsbezogen, je nach dem woran ich gerade arbeite. Es fällt mir schwer den kritischen Teil meiner Gedanken – den ich nutze, wenn ich meine eigene Arbeit lese – abzuschalten und das Lesen einfach so zu genießen, wie ich es früher getan habe.

DarkFairy: Woher nimmst du deine Inspiration? Ich höre z.B. Musik während ich schreibe…

Joe Abercrombie: Die nehme ich von überall her, von wo ich sie nehmen kann. Ich mag Stille, wenn ich arbeite. Die bekomme ich aber nicht immer, da ich drei kleine Kinder habe. Ich versuche eine fachmännische Herangehensweise zu nutzen und mich nicht zu sehr um Inspiration zu sorgen – sie kommt, wenn sie kommt, du kannst sie nicht erzwingen, aber wenn du ein Schriftsteller sein willst, musst du Wege finden auch dann Fortschritte zu machen, wenn du dich nicht inspiriert fühlst.

DarkFairy: Entwickelt sich das Ende einer Geschichte, während du schreibst, oder steht das Ende von vorneherein fest?

Joe Abercrombie: Beides. Ich versuche, einen ziemlich guten Plan, und natürlich ein Ende im Sinn, zu haben, bevor ich anfange, aber man kann nie wissen, wie die Charaktere sein werden, bevor an mit dem Schreiben anfängt. Und man muss den Raum für gute Ideen, und das Ändern und Verschieben von Handlungen, Charaktere und Umgebungen haben. 

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Vielen Dank noch mal, Joe! Es war mir eine sehr große Freude, dass ich dich interviewen durfte!
Danke, dass du geantwortet hast, obwohl du sehr beschäftigt bist.

Eure
DarkFairy

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4 Comments

  1. Kommentare von wortmagieblog:

    Joe Abercrombie!!!! *.* *rumhüpf* *fangirling*

  2. Kommentare von dragondaniela:

    Endlich dazu gekommen es zu lesen. Das lustigste war ja eh, dass ich es als retweet über Joe Abercrombie bekommen hab und dann dachte moment den Namen kennste doch. XD
    Hast du ihn fürs Interview getroffen oder habt ihr es über Email/Skype/Telefon o.ä. gemacht?

    • Kommentare von therealdarkfairy:

      E-Mail. Die steht auf seiner HP und dann hab ich ihn einfach mal angeschrieben, ob er sowas machen würde.
      Und obwohl er nicht viel Zeit hatte, hat er mitgemacht. Waren dann eben kurze Mails .

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